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Inland
Wirtschaft

Innerhalb eines halben Jahres sind in Belgien rund 1.000 Arbeitsplätze im IT-Sektor verloren gegangen

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind im IT-Sektor in unserem Land rund 1.000 Arbeitsplätze abgebaut worden. Wo liegt die Ursache, dass sich dieser bisher boomende Sektor in Belgien plötzlich Schwächen zeigt? Laut Stijn Bijnens, CEO des IT-Unternehmens CEGEKA, sieht sich der Sektor nach seinem Erfolg während der Corona-Periode gerade einer Gegenreaktion ausgesetzt: „Zudem wollen die Unternehmen ihre IT-Projekte so billig wie möglich halten und suchen manchmal nach günstigeren Arbeitskräften im Ausland“. 

Andreas Kockartz
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In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurden im belgischen Technologiesektor mehr als 5.000 Arbeitsplätze abgebaut - die höchste Zahl seit 12 Jahren. Große Umstrukturierungen in der verarbeitenden Industrie - vor allem in der Automobilbranche - erklären diesen umfassenden Stellenabbau.

Aber nicht nur in der verarbeitenden Industrie läuft es gerade nicht so gut. Auch der IT-Sektor wächst weniger stark als in den letzten Jahren. In den ersten sechs Monaten 2024 sind hier rund 1.000 Arbeitsplätze abgebaut worden.

„Corona hat dem IT-Sektor einen enormen Auftrieb gegeben, aber jetzt sehen wir die Auswirkungen davon“, sagt der CEO des IT-Unternehmens CEGEKA Stijn Bijnens: „Unternehmen und Regierungen machen sich mehr und mehr Gedanken über Kosten und Einsparungen aufgrund der Inflation und das wirkt sich auch auf unseren Sektor aus.“

Corona und günstigere Arbeitskräfte im Ausland

Nicht nur Einsparungen und Inflation sind für das schwächere Wachstum verantwortlich, so der IT-Unternehmer gegenüber VRT NWS: „Corona hat uns auch gelehrt, dass die Programmierung einfach aus der Ferne erfolgen kann. Dies ermöglicht den Unternehmen, in anderen Ländern nach geeigneten Profilen zu suchen. Wir sehen, dass z.B. viele hervorragende Programmierer in Osteuropa eingesetzt werden können.“

Wenn Belgien also nicht hart genug an seiner Wettbewerbsfähigkeit arbeitet, ist es für die Unternehmen ein Leichtes, im Ausland nach günstigeren und trotzdem gut ausgebildeten und erfahrenen Arbeitskräften zu suchen: „Man spürt, dass die Unternehmen ihre IT-Projekte so billig wie möglich produzieren wollen. Sehr große Unternehmen suchen sogar in Indien nach IT-Potenzial“.

Bijnens selbst hat noch keine Mitarbeiter entlassen müssen. „Wir spüren nur, dass wir langsamer wachsen, vor allem in Belgien. In Ländern wie Rumänien und Griechenland läuft es dagegen noch gut.“

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