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Libanon: Flüchtlinge im eigenen Land

Geberkonferenz in Paris: Belgien macht 2 Mio. € zusätzlich für den Libanon frei

Belgien stellt 2 Mio. € zusätzlich für die Menschen im Libanon zur Verfügung. Dies teilte der scheidende Entwicklungshilfeminister Frank Vandenbroucke (Vooruit) mit, der am Donnerstag an einer internationalen Libanon-Konferenz in Paris teilnimmt. Die Mittel sollen helfen, die schlimmsten Folgen der israelischen Angriffe in dem Land für die Zivilbevölkerung abzufedern. Die Mittel werden über das UNDP-Entwicklungsprogramm „Lebanon Crisis Response and Stabilisation Package Proposal“ eingesetzt.

Andreas Kockartz Belga
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Der Beitrag sei Teil einer großen internationalen Mobilisierung und baue auf Belgiens früherer humanitärer Unterstützung für die verschiedenen Partner in der Region auf, so Vandenbroucke in einer Pressemitteilung. Vandenbroucke und Belgiens scheidende Außenministerin Hadja Lahbib (MR) kündigten am Mittwoch außerdem an, dass medizinische  Ausrüstung und eine neue Lieferung von Zelten und Schlafsäcken über B-FAST in den Libanon geschickt werden.

Mit den Hilfsgütern und dieser Unterstützung wird unser Land versuchen, dabei zu helfen, die Grundbedürfnisse der Schwächsten im Libanon zu sichern. Darunter die mehr als 1,5 Millionen Vertriebenen und Flüchtlinge, die durch den Krieg im Gazastreifen aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Die Mittel werden dringend benötigt: Es mangelt an bestimmten Medikamenten und medizinischen Hilfsgütern und mit dem nahenden Winter wird sich die Situation für die Vertriebenen wohl weiter verschlimmern.

Geberkonferenz in Paris

Vandenbroucke wird in Paris auch die Einhaltung des humanitären Völkerrechts und ein sofortiges Ende der Angriffe auf Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und medizinische Einrichtungen fordern.

Belgien ruft außerdem zu einem sofortigen Waffenstillstand auf, verurteilt die israelischen Angriffe auf UN-Blauhelme im Libanon und fordert die vollständige Umsetzung der Resolutionen des UN-Sicherheitsrates, um die territoriale Integrität des Libanon sowie das Funktionieren seiner Institutionen zu gewährleisten.

„Es ist wichtig, dass die Gewaltspirale gestoppt wird und dass sich der Libanon sich aus der derzeitigen sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Krise befreien kann. Dies kann nur mit der Unterstützung der internationalen Gemeinschaft gelingen“, sagte der flämische Sozialist.

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