In dieser Woche wurde in Zeebrügge ein neuer Sensor installiert, der überwacht, wie viel und welche Schadstoffe vorbeifahrende Schiffe ausstoßen. Schiffe, die sich nicht an die Vorschriften halten, können so effizienter bestraft werden. Außerdem werden die Messungen zur weiteren Verschärfung der internationalen Rechtsvorschriften über Stickstoff verwendet, wie aus dem belgischen Verkehrsministerium verlautete.
Neuer Sensor misst Schiffsemissionen und soll die Luftqualität an der Küste verbessern
Entlang dem belgischen Teil der Nordsee verläuft eine der verkehrsreichsten Schifffahrtsrouten weltweit. Die Schiffe halten den Wirtschaftsmotor am Laufen, aber durch ihre Emissionen bringen sie auch Nachteile für die Gesundheit mit sich. Um die negativen Auswirkungen zu minimieren, wurde über der Nordsee eine Niedrig-Emissionszone eingerichtet. Dort müssen die Schiffe sehr strenge Emissionsvorschriften einhalten.
Der neue Sensor kann die Emissionen vorbeifahrender Schiffe rund um die aus einer Entfernung von 10 Kilometern überwachen. Wenn ein Schiff potenziell die zulässigen Standards überschreitet, wird die Generaldirektion des Schifffahrtsamts benachrichtigt. Auf diese Weise können diese Schiffe gezielt mit dem sogenannten „Schnüffelflugzeug“, das durch die Emissionsfahnen von Schiffen fliegt, oder in dem man an Bord der Schiffe geht, überprüft werden.
Mit neuen Techniken, wie diesem Sensor, werden wir bald in der Lage sein, Schiffe in unseren Häfen rund um die Uhr zu überwachen“
Belgiens Noch-Nordseeminister Paul Van Tigchelt
„Das internationale Ziel ist, bis 2050 die Schifffahrt zu Null-Treibhausgas-Emissionen Netto zu bringen. Mit neuen Techniken, wie diesem Sensor, werden wir bald in der Lage sein, Schiffe in unseren Häfen rund um die Uhr zu überwachen. Dieses Testprojekt in Zeebrügge beweist einmal mehr, dass Belgien dank seiner innovativen Unternehmen und Top-Experten im Kampf gegen den Klimawandel eine Vorreiterrolle spielt“, sagte der scheidende belgische Nordseeminister Paul Van Tigchelt (Open VLD).
Der vollständige Name des Sensors lautet „Ship Emission Monitoring by Passive Remote Sensing“ (SEMPAS). Er wurde vorläufig im Verkehrszentrum „Schelderadarketen“ in Zeebrügge installiert. Später wird er zu einem Windpark in der Nordsee vor der belgischen Küste umziehen.
