Am Sonntag haben in Brüssel rund 32.000 Menschen für einen Waffenstillstand im Gazastreifen und im Libanon demonstriert. Die Demonstranten forderten außerdem die belgische Regierung auf, sich für ein umfassendes internationales Militärembargo gegen Israel einzusetzen.
Rund 32.000 Demonstranten fordern Waffenstillstand im Libanon und in Gaza
Die Organisatoren der Sonntagsdemo, darunter die gemeinnützige Gruppe Vrede und die linke Organisation Hard Boven Hard sowie die belgischen Gewerkschaften, berufen sich auf eine in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet veröffentlichte Studie. Dort heißt es, dass der Krieg in Gaza bis zu 186.000 Menschenleben gekostet habe.
Neben der Offensive in Gaza hat Israel auch Offensiven im Westjordanland und im Libanon gestartet, wo es gegen die Hisbollah kämpft. In beiden Fällen sind viele Zivilisten unter den Opfern.
Die Demonstranten forderten einen sofortigen und dauerhaften Waffenstillstand sowie den Schutz aller Zivilisten, die Freilassung aller Gefangenen und ein Ende der „illegalen Besetzung und Kolonisierung der besetzten palästinensischen Gebiete“.
„Wir wollen, dass die nächste belgische Regierung dazu beiträgt, den internationalen Druck auf Israel zu erhöhen, um eine Vereinbarung über einen sofortigen und dauerhaften Waffenstillstand zu erreichen und, um ein umfassendes internationales Militärembargo zu initiieren. Belgien soll auch die Klage Südafrikas gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) voll unterstützen, um den Völkermord und die ethnischen Säuberungen in den palästinensischen Gebieten zu beenden.
