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Inland
Justiz

Brügge: Schleusenwärter zu Bewährungsstrafe und Entschädigung verurteilt

Ein ehemaliger Schleusenwärter wurde von einem Richter in Brügge zu einer sechsmonatigen Haftstrafe mit Strafaufschub und einer Entschädigung über 1.000 € verurteilt. Der Mann war vor zwei Jahren in die Schleusenwart „De Nieuwe Polder Van Blankenberge“ eingedrungen und hatte dort Wehre und Pumpen sabotiert. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Dadurch hätten große Gebiete an der Küste bzw. im Hinterland der Nordseeküste in Westflandern überflutet werden können. Glücklicherweise entdeckte der neue Schleusenmeister die Sabotage und konnte rechtzeitig eingreifen und damit die Katastrophe verhindern.

Ohne dessen Reaktion hätte das gesamte Küstengebiet zwischen Zeebrügge und Bredene bis zu 2 Metern unter Wasser stehen können.

Die Ortschaften De Haan, Zuienkerke, Blankenberge und Wenduine wären überschwemmt worden. Rasch geriet der Verdächtige, ein Vetter des Schleusenmeisters, in den Fokus der Untersuchung des Vorgangs.

Indizien

Anhand der Erkennung seiner Autonummer durch APNR-Kameras und seines Mobilfunk-Signals konnte ermittelt werden, dass der Mann zur Tatzeit an den Schleusen von Blankenberge, Zeebrügge, Varsenare, Bredene und Jabbeke gewesen ist. Bei Verhören hatte sich der Verdächtige selbst widersprochen, wies jedoch schon bei Verhören jede Schuld von sich.

Fakt ist, dass der Angeklagte über alle Zugangsschlüssen verfügte. Nur in einem Fall ist eine Türe einer Schleusenkabine aufgebrochen worden. Warum der Verdächtige die Schleusen geöffnet haben soll, ist völlig unklar. 

Die Zivilpartei, die Schleusenwart „De Nieuwe Polder Van Blankenberge“ in Zuienkerke, hatte eine höhere Strafe gefordert, doch konnten einige Vorwürfe nicht ausreichend bewiesen werden. Der Verurteilte erwägt, Berufung einzulegen, da er nach wie vor seine Unschuld beteuert.

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