Die Zeitarbeit hilft Beschäftigten, über einen längeren Zeitraum hinaus in Arbeit zu bleiben. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die von Federgon, dem Dachverband der Zeitarbeitsunternehmen in Belgien, in Auftrag gegeben wurde. Sieben von zehn Zeitarbeitskräften wechseln innerhalb von fünf Jahren in einen Job außerhalb der Zeitarbeitsbranche oder machen sich selbstständig.
Belgien: Zeitarbeit ist oft der Einstieg in dauerhafte Arbeitsverhältnisse
Zeitarbeit ist demnach ein niedrigschwelliger Einstieg in den Arbeitsmarkt, so die Feststellung von Federgon auf Basis der Studie, die die Universität von Löwen (KU Leuven) durchführte. Fast 30 % der Zeitarbeitskräfte nutzen die Interimsarbeit kurzzeitig, um sich nach einem festen Arbeitsplatz umzusehen oder in einem anderen Sektor Arbeit zu finden, sagt Tim Goesaert von der KU Leuven, der an der Studie beteiligt war.
Selbst die, die auf dem hiesigen Arbeitsmarkt Schwierigkeiten haben, eine Stelle zu finden, können durch Zeitarbeit eine langfristige Beschäftigung finden. Allerdings besteht für Geringverdiener, Kranke und Arbeitslose ein höheres Risiko, ihren Arbeitsplatz wieder zu verlieren.
Die Gewerkschaften üben regelmäßig Kritik an der Zeitarbeit. Sie weisen darauf hin, dass Arbeitnehmer mit Zeitverträgen oft zu niedrigeren Löhnen und schlechteren Arbeitsbedingungen beschäftigt werden als Festangestellte. Sie sagen, dass einige Arbeitgeber Leiharbeitnehmer missbrauchen, ohne ihnen die Aussicht auf eine Festanstellung zu geben.
