An den Stränden des Ärmelkanals und der Nordsee wird zunehmend Kokain angespült. Das schreibt der belgische Zoll am Mittwoch in einer Pressemitteilung. Als Ursache verweist der Zoll auf den „eindeutigen Trend zu ‚Drop Offs‘“. Dabei werfen die Drogenschmuggler ihre Drogenladung auf große Schiffe über Bord, damit kleine Boote sie später auflesen können. Doch nicht selten gelingt das nicht und die Drogen werden irgendwo an einer Küste am Strand angeschwemmt.
Immer öfter werden Drogen an der Nordseeküste angespült: Belgien leitete eine internationale Aktion gegen "Drop Offs"
Vom 16. September bis zum 15. Oktober leitete der belgische Zoll eine internationale Operation gegen den Drogenschmuggel auf See - die Operation „White Sea IV“. Insgesamt wurden 930 Kilogramm Kokain und fast 5 Tonnen Haschisch beschlagnahmt. Vier Personen wurden verhaftet.
Die Operation fand entlang der europäischen Westküste, im Ärmelkanal, in der Nordsee und in mehreren Seehäfen statt.
Zoll- und Polizeibeamte aus 12 europäischen Ländern nahmen unter der Schirmherrschaft der EMPACT-Plattform (European Multidisciplinary Platform Against Criminal Threats) von Europol an dieser Aktion teil.
Neben Tauchern und Hubschraubern waren auch zahlreiche Flugzeuge und Boote der Küstenwache im Einsatz.
Innerhalb eines Monats wurden im Rahmen von „White Sea IV“ mehr als 500 Schiffe analysiert, von denen 73 effektiv überwacht wurden. Die Operation konzentrierte sich auf so genannte „Drop-offs“ auf See, aber auch andere Formen des Schmuggels wurden erfasst.
Manchmal werden Drogen auf ein anderes Schiff umgeladen oder die Besatzung versteckt die Ware im oder sogar am Rumpf eines Schiffes.
