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Guy D'haeseleer

Ninove: Vlaams Belang kann erstmals Bürgermeister stellen –  zugleich Ermittlungen zu Wahlbetrug

In der Kleinstadt Ninove in Ostflandern wird Guy D’haeseleer von Forza Ninova, einer Vlaams-Belang-Abteilung, der erste Bürgermeister einer rechtsradikalen Partei in der Geschichte Flanderns. Forza Ninova hat nämlich die absolute Mehrheit erreicht. Der Wahlabend in Ninove wurde aber von Meldungen über Wahlbetrug überschattet.

Jens Van Reet
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Nach Auszählung aller Stimmen ist Forza Ninove von Guy D'haeseleer die größte Partei in Ninove (Provinz Ostflandern). Die Partei-Abteilung des Vlaams Belang erhielt 47 Prozent der Stimmen bzw. 18 der 35 Sitze und somit eine absolute Mehrheit. Sie müssen also keine Koalition eingehen und können allein regieren. Damit ist Ninove die erste flämische Stadt bzw. Gemeinde, in der der Vlaams Belang einen Bürgermeister stellen darf.

"Das ist sehr historisch. Ich bin unglaublich stolz, dass wir den 'cordon sanitaire' (Brandmauer) endlich in den Müll werfen können", sagte der Vorsitzende des Vlaams Belang, Tom Van Grieken, am Sonntagabend auf VRT 1. 

Ermittlungen zu Wahlbetrug in Ninove

Die Staatsanwaltschaft von Ostflandern will Ermittlungen wegen möglichen Wahlbetrugs in Ninove einleiten. Wenn sich herausstellt, dass tatsächlich Betrug stattgefunden hat, können die anderen Parteien vor den Rat für Wahlstreitigkeiten gehen, um die Ergebnisse anzufechten.

D'Haeseleer fand es auffällig, dass die Staatsanwaltschaft solche Ermittlungen eingeleitet hat, während seine Partei in Ninove einen Monstersieg errungen hat.

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