An diesem Wochenende wurde zum ersten Mal Anlagen installiert, die LKW und Busse daran hindern sollen, den Viadukt von Vilvoorde am Brüsseler Ring zu befahren. Seit dem 9. August dürfen Fahrzeuge, die schwerer als 3,5 Tonnen sind, das Viadukt in Richtung Zaventem an Wochenenden nicht mehr befahren. Doch viele Trucker haben das Verbot bisher ignoriert und die neuen Anlagen bieten erschreckende Bilder, wie unser Video zeigt.
LKW-Fahrer ignorieren das Fahrverbot am Viadukt von Vilvoorde am Wochenende aufgrund von Schweißarbeiten
Viele Lastwagen- und Busfahrer haben dieses Verbot schon am ersten Wochenende ignoriert. Es wurden bereits Maßnahmen ergriffen, wie z. B. eine zusätzliche Signalisierung, aber auch das konnte nicht helfen.
Ein 3 Meter hoher Höhenbegrenzer soll die Lastwagen und die Reisebusse fernhalten, damit die sensiblen Bau- und Schweißarbeiten, die an den Wochenenden problemlos und ohne Schwingungen und Vibrationen durchgeführt können.
„Die große Zahl der Zuwiderhandelnden führt dazu, dass sich die Brücke zu heftig bewegt“, sagt Marijn Struyf, Sprecher des für die Renovierung des Viadukts verantwortlichen Bauunternehmens De Werkvennootschap.
Verkehr über 3,5 Tonnen lässt Viadukt vibrieren
An den Wochenenden werden sehr präzise Schweißarbeiten an der Stahltragkonstruktion der Brücke durchgeführt. Spezialisierte Schweißer können diese Arbeiten nur durchführen, wenn sich das Viadukt und die Stahlträgerkonstruktion nicht bewegen. Messungen haben ergeben, dass der Schwerlastverkehr das Viadukt buchstäblich in Schwingungen versetzt und die Stahlkonstruktion während der Schweißarbeiten zu sehr biegt.
Ein Fahrverbot für Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen ist laut De Werkvennootschap die einzige Möglichkeit, die Vibrationen unter ein akzeptables Niveau zu bringen, damit die Schweißarbeiten durchgeführt werden können. Um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, werden die Schweißarbeiten an den Wochenenden gebündelt.
Der Höhenbegrenzer wird jedes Wochenende kurz hinter der letzten Ausfahrt vor dem Viadukt installiert. Außerdem werden die Autofahrer einige hundert Meter vor dem eigentlichen Höhenbegrenzer mit flexiblen Höhenbegrenzern und mit eindeutiger Beschilderung gewarnt.
