Bereits den fünften Tag in Folge hat die pro-russische Hackergruppe NoName057 Cyberangriffe auf verschiedene belgische Websites durchgeführt, darunter diesmal die des flämischen Parlaments und verschiedener Medien.
Pro-russische Hackergruppe legt fünften Tag in Folge Websites in Belgien lahm
Die Hacker griffen heute unter anderem die Websites des flämischen Parlaments, der Sabam (Vereinigung für Urheberrechtsschutz), des Verbandes Febelgra, des Magazins Monato sowie mehrerer Medien an. Betroffen waren auch die Dienste der Nachrichtenagentur Belga sowie die Zeitungen De Standaard und Het Nieuwsblad.
Seit fünf Tagen führt NoName DDoS-Angriffe gegen belgische Regierungswebsites und die Websites anderer offizieller Institutionen durch. So haben sie bereits die Websites zahlreicher lokaler Verwaltungen angegriffen, ebenso wie die der Hafenbehörde Antwerpen und des Bankenverbandes Febelfin.
Ein DDoS-Angriff ist an sich relativ harmlos: Die Server werden mit Anfragen „bombardiert“, wodurch sie überlastet werden und für echte Benutzer nicht mehr zugänglich sind. Hacker können auf diese Weise jedoch keine Daten stehlen.
NoName führt seit Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine Angriffe auf Websites von Verbündeten der Ukraine durch.
Keine Gefahr für Wahlen am Sonntag
Die flämische Innenministerin Hilde Crevits (CD&V) betonte bereits Anfang der Woche, dass die Cyberangriffe keine Gefahr für die Wahlen am kommenden Sonntag darstellen. „Die Wahlcomputer sind in keiner Weise mit dem Internet verbunden und können daher nicht gehackt werden“, sagte sie.
Auch für die Übermittlung der Wahlergebnisse bestehe keine Gefahr. „Wir haben im Vorfeld der Wahlen verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Cybersicherheit der Wahlsysteme zu gewährleisten. Wir werden in den kommenden Tagen alles weiterhin genau verfolgen und stehen in engem Kontakt mit dem Zentrum für Cybersicherheit Belgien“, erklärte Crevits Anfang der Woche.
Auch das Zentrum für Cybersicherheit Belgien (CCB) betonte, dass die Angriffe wenig Gefahr darstellen. Die föderale Staatsanwaltschaft hat jedoch eine Untersuchung der Cyberangriffe eingeleitet.
