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Der Bahnhof von Vilvoorde
Inland
Politik

Kommunalwahlen: Was können Bürgermeister tun, um die Bahnhofsviertel sicherer zu machen?

Sicherheit ist ein wichtiges Thema im Kommunalwahlkampf - auch im belgischen Bundesland Flandern. Da Bahnhofsviertel in diesem Bereich einen eher schlechten Ruf haben, hat VRT NWS Christophe D'Haese (N-VA) und Hans Bonte (Vooruit), die Bürgermeister von Aalst (Ostflandern) bzw. Vilvoorde (Flämisch-Brabant bei Brüssel) gefragt, was sie konkret tun, um die Sicherheit in den Bahnhofsvierteln zu verbessern bzw. was sie in Zukunft dafür zu tun gedenken. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Christophe D'Haese stellt sofort einen Unterschied zwischen dem Gefühl der Unsicherheit und den konkreten Zahlen fest. Aber, der flämische Nationaldemokrat will das Gefühl der Unsicherheit rund um den Bahnhof seiner Stadt nicht leugnen. Deshalb werden auch im Bahnhofsviertel von Aalst konkrete Sicherheitsmaßnahmen ergriffen.

Die auffälligste Maßnahme ist ein Versammlungsverbot, d.h. man darf sich dort aktuell mit höchstens 4 Personen in einer Gruppe aufhalten. Eine strenge Maßnahme, die in der Praxis gut funktioniert, so der N-VA-Bürgermeister, und die dazu beiträgt, das Gefühl der Unsicherheit zu beseitigen. In Aalst sorgen u.a. Gruppen von Jugendlichen nicht selten für Probleme und für negative Schlagzeilen.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

"Das muss besser werden", Christoph D'haese

Ein Bahnhof muss gepflegt sein

D'Haese und sein Amtskollege Hans Bonte aus Vilvoorde weisen darauf hin, dass es auch wichtig sei, dass die Umgebung der Bahnhöfe sauber und gepflegt ist. Der Bahnhof Vilvoorde wurde in den letzten Jahren grundlegend renoviert und modernisiert, was dringend notwendig war (auch für die Fahrgäste der Bahn). Der flämische Sozialist Bonte sieht, dass sich die Kriminalitätszahlen am Bahnhof seiner Stadt in die richtige Richtung entwickeln. 2022 wurden dort 430 Straftaten registriert und 2023 sank diese Zahl auf 340 Vorkommnisse.

Bonte ist vor allem der Ansicht, dass die Behörden und die Bürger nicht den Mut verlieren sollten, das Sicherheitsproblem rund um die Bahnhöfe anzugehen. So appelliert er an die Bürger, Probleme immer bei der Polizei oder bei der Bahn am Bahnhof zu melden. „Verschaffen Sie sich Gehör“, so der flämische Sozialist.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

"Verschaffen Sie sich Gehör", Hans Bonte

Allgemeine Zusammenarbeit

Beide Bürgermeister rufen auch zu mehr Zusammenarbeit zwischen der lokalen Polizei, der Bahnpolizei, Securail (der Sicherheitsdienst der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB) und den Bürgern in Sicherheitsfragen auf. „Das muss besser werden“, sagte D'Haese mit Nachdruck.

Konkret weisen die beiden Bürgermeister darauf hin, dass die lokale Polizei keinen Zugriff auf das System der Überwachungskameras in den Bahnhöfen hat, da dieses System von der Bahnpolizei verwaltet wird. Es gibt also noch einiges zu tun, um die allgemeine Zusammenarbeit aller Beteiligten an den Bahnhöfen zu fördern, um die Sicherheit dort zu gewährleisten.

Der Bahnhof von Aalst

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