Am Dienstag und Mittwoch führt die Polizei in Belgien erneut eine Kontrollaktion zur Bekämpfung der Ablenkung am Steuer durch. Beamte der Autobahnpolizei und der lokalen Polizeizonen werden 48 Stunden lang unter anderem kontrollieren, ob Auto- oder LKW-Fahrer ihre Mobiltelefone am Steuer nutzen.
Belgienweite Kontrollaktion der Polizei gegen Ablenkung am Steuer
Diese zweitägige Kontrollaktion der Polizei in Belgien ist bereits die sechste Aktion ihrer Art. Ablenkung am Steuer ist nach wie vor eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle. Bei der letzten Kontrollaktion wurden im Mai über 2.000 Verstöße festgestellt und mehr als 400 Führerscheine sofort eingezogen. In über 1.900 Fällen hatten Autofahrer während der Fahrt ihre Smart- oder Mobilphones bedient.
In vielen Fällen handelte und handelt es sich dabei um eher jüngere Leute. Aus einer Befragung der flämischen Stiftung für Verkehrskunde ist ersichtlich, dass vor allem jüngere Autofahrer einen gewissen Druck verspüren, auch während der Fahrt mit ihrem Mobiltelefon beschäftigt sein zu müssen.
20 % der Autofahrer unter 30 Jahren verspüren diesen Druck, aber auch bis zu 7 % der Fahrer zwischen 30 und 54 Jahren gehen davon aus, dass es normal ist, sofort auf einen Bericht, eine Meldung oder einen Anruf einzugehen.
Die Polizei kennt keine Gnade
Doch am Montag stoppte die Autobahnpolizei auch Lastwagen, deren Fahrer während der Fahrt abgelenkt waren. VRT NWS beobachtete, wie ein Trucker, der als Wiederholungstäter überführt wurde, seinen LKW sofort abstellen musste. Ihm drohen trotz der Tatsache, dass er Berufsfahrer ist, ein mehrmonatiger Führerscheinentzug und ein Bußgeld von bis zu 500 € wegen der Nutzung seines Handys am Steuer.
Die Verkehrspolizei kennt an diesen beiden Kontrolltagen keine Gnade und Motorradpolizisten ziehen beobachtete abgelenkte Fahrer aus dem Verkehr auf Nebenstraßen oder auf Rastplätze, wo weitere Beamte die Fälle übernehmen.
