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Websites belgischer Behörden im Visier eines Cyberangriffs einer prorussischen Gruppe

Wegen eines Cyberangriffs waren am Montagmorgen mehrere Websites belgischer Behörden (Parlament, Provinzen und Städte) für eine Weile nicht verfügbar. Betroffen waren unter anderem die Provinzen Limburg und Ostflandern, die Städte Antwerpen, Brüssel und Lüttich sowie die Website der Abgeordnetenkammer.

Belga Martina Luxen
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Mittlerweile sind die meisten Websites wieder online, so das belgische Center for Cybersecurity.

 Mehrere Regierungswebsites waren eine Zeit lang nicht zugänglich. Unter anderem waren die Websites der Abgeordnetenkammer, der wallonischen Regierung, der Stadt Antwerpen und der Provinz Limburg nicht erreichbar. Es ist unklar, welche Websites genau und für wie lange offline waren.  

Berichte auf Telegram deuten darauf hin, dass es sich um einen Angriff einer prorussischen Gruppe handelte. Diese versucht, Websites offline zu schalten, indem sie massive Anfragen sendet und die Websites überlastet.

Das Kollektiv ist als „NoName“ bekannt und behauptet, alle möglichen Verbündeten der Ukraine ins Visier zu nehmen.

Reaktion auf belgische Waffen für die Ukraine

Das Kollektiv habe nicht vor, (persönliche) Daten zu stehlen, sondern wolle nur die Systeme stören. In diesem Jahr waren belgische Behörden bereits das Ziel eines solchen Angriffs. Damals dauerten die Probleme fast einen Tag lang an. Am Montag wurden sie binnen weniger Stunden behoben. 

Der heutige Angriff soll eine Reaktion auf das Versprechen Belgiens sein, drei Caesar-Haubitzen zu kaufen und sie der Ukraine zu spenden. Das hatte die zurücktretende Verteidigungsministerin Ludivine Dedonder (PS) letzte Woche bekanntgegeben.

Der Angriff auf die Behörden erfolgt auch nicht zufällig jetzt. Am kommenden Sonntag finden Provinz- und Kommunalwahlen in Belgien statt.

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