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Religie & Levensbeschouwing

Vatikan ernennt belgischen Erzbischof von Teheran zum Kardinal: „Wichtig, um den Dialog mit dem Iran zu stärken“

Papst Franziskus, das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, hat 21 neue Kardinäle ernannt. Unter diesen neuen Kardinälen ist auch der Belgier Dominique Mathieu. Dieser ist Erzbischof von Teheran-Isfahan, der einzigen römisch-katholischen Diözese im Iran.

Belga Martina Luxen
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Dominique Mathieu (61) wurde in Arlon in der Provinz Luxemburg geboren, wuchs aber in Damme (Westflandern) in der Nähe von Brügge auf. Er gehört dem Orden der Franziskaner-Minoriten an. Sie folgen der Lehre des heiligen Franz von Assisi, der den Orden im Jahr 1209 innerhalb der römisch-katholischen Kirche gründete.

Dominique Mathieu wurde 2013 in den Libanon entsandt. 2021 trat er sein Amt als Erzbischof von Teheran-Isfahan an, die einzige katholische Diözese in der Islamischen Republik Iran. Die Diözese soll etwas mehr als 60.000 Gläubige zählen.

Laut dem Vatikan ist die Tatsache, dass Mathieu nun Kardinal ist, „wichtig, um den Dialog mit dem Iran zu stärken, insbesondere im aktuellen Kontext des Krieges im Nahen Osten“. Der Vatikan unterhält seit 1954 diplomatische Beziehungen zum Iran.

In der vergangenen Woche war Dominique Mathieu anlässlich des Papstbesuches auch in Belgien. Geert De Kerpel, Sprecher der belgischen Bischöfe, konnte damals kurz mit ihm sprechen. Mathieu sei ein „feiner Kerl, ein einfacher Mensch mit einer Fülle pastoraler Erfahrung in sehr unterschiedlichen Situationen".

Dominique Mathieu ist erst der zweite belgische Kardinal, neben dem emeritierten Erzbischof Jozef De Kesel.

Die offizielle Ernennung der neuen Kardinäle erfolgt am 8. Dezember. Damit steigt die Gesamtzahl der Kardinäle auf 256.

Isfahan in Zentraliran gilt als eine der schönsten Städte der Welt.

 Was macht ein Kardinal?

Ein Kardinal ist nach dem Papst einer der wichtigsten Geistlichen der römisch-katholischen Kirche und kann die Kirchenleitung in Rom beraten. Es sind die Kardinäle, die einen neuen Papst wählen. Aber nur Kardinäle, die unter 80 Jahre alt sind, können mitentscheiden, wer der neue Papst, der neue Bischof von Rom, wird.

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