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Politik

Kommunalwahlen in Flandern: Jeder siebte Kandidat auf den Listen hat eine ausländische Herkunft

In den flämischen Groß- und Zentrumsstädten hat etwa jeder siebte Kandidat (15,5 %) auf den Listen für die Kommunalwahlen einen Migrationshintergrund. Das entspricht einem leichten Anstieg gegenüber früheren Wahljahren. Dies geht aus einer Studie der Universität Gent (UGent) hervor. 

Andreas Kockartz
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„Der Anstieg ist in kleineren Zentrumsstädten wie Aalst in Ostflandern und Ostende am größten“, sagt die Politikwissenschaftlerin Robin Devroe (UGent). „Diese schließen zu den größeren zentralen Städten auf.“

Die ehemalige Bergbaustadt in der Provinz Limburg Genk sticht mit fast 40 % Kandidaten mit Migrationshintergrund hervor. Aber auch in Antwerpen und Gent ist dies bei mehr als jedem fünften Kandidaten der Fall.

Linke Parteien wie PVDA (Kommunisten), Groen (Grüne) und Vooruit (Sozialisten) legen auf ihren Listen viel mehr Wert auf Vielfalt als konservative oder rechtsgerichtete Parteien wie Open VLD (Liberale), N-VA (Nationaldemokraten) oder Vlaams Belang (Rechtsradikale).

Dennoch gibt es immer noch zu wenige Kandidaten mit Migrationshintergrund im Vergleich zu ihrem Anteil an der Bevölkerung, so die Genter Politikwissenschaftlerin.

In Flandern sind mehr als ein Viertel der Bevölkerung Menschen mit Migrationshintergrund, stellt Devroe fest: „Die Zahl der Einwohner mit ausländischer Herkunft steigt viel schneller und viel stärker als die Zahl der Kandidaten auf den Listen. Mit der Zeit nimmt diese Unterrepräsentation also zu.“

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