Für fast die Hälfte der in diesem Jahr in Flandern zu besetzenden offenen Stellen ist weder ein Hochschul- oder Universitätsabschluss noch großartige Berufserfahrung erforderlich. Dieser Prozentsatz war noch nie so hoch. Laut einer aktuellen Analyse des Personal-Dienstleisters Acerta lag die Zahl der entsprechenden Stellengesuche hierzulande noch nie so hoch.
Auf Jobsuche? In Flandern wird immer weniger nach Diplomen oder Erfahrung ausgewählt
Acerta analysierte für diese Feststellung aktuelle Zahlen des flämischen Arbeitsamtes VDAB und fand dabei heraus, dass sich die Entwicklung in den vergangenen Jahren nach und nach vollzogen hat. Im Jahr 2016 brauchte man für rund ein Drittel der offenen Stellen keine Erfahrung. Jetzt ist in fast der Hälfte der im belgischen Bundesland Flandern angebotenen Stellen ein Diplom oder einschlägige Erfahrung nicht mehr unbedingt erforderlich.
Für etwa die Hälfte der offenen Stellen müssen Bewerber heute keinen Abschluss einer Hochschule oder einer Universität mehr vorlegen.
Nicht nur noch Facharbeitermangel
Ein Hauptgrund dafür ist, dass die Arbeitgeber aktuell immer noch große Schwierigkeiten damit haben, Personal zu finden und das betrifft nicht nur den Facharbeitermangel, sagte Hannelore van Meldert von Acerta dazu gegenüber VRT NWS: „Für die Arbeitgeber ist es wichtiger, einen größeren Pool von Bewerbern zu bekommen, denn die Arbeitsplätze entwickeln sich weiter, so dass es wichtiger ist, die Leute nach Kompetenzen auszuwählen, um sie dann in mehreren Jobs einsetzen können.“
Die Arbeitgeber gehen auch immer mehr dazu über, Löhne und Gehälter nicht mehr unbedingt von der Betriebszugehörigkeit oder dem Ausbildungsniveau (Diplom, Berufsausbildung) abhängig zu machen, so Van Meldert: „Dennoch ist es immer noch eine gute Idee, einen Abschluss zu machen.“
