Die Flamen sind geteilter Meinung über das Kopftuch hinter dem Tresen in einem Rathaus, einer Stadthalle oder einer Behörde. Dies geht aus einer von VRT NWS in Auftrag gegebenen Umfrage hervor. 41 % der Befragten möchten nicht, dass eine Mitarbeiterin hinter einem Schalter ein Kopftuch trägt. 35 % haben kein Problem damit. Der Rest hat keine Meinung dazu.
Dennoch sagt nur eine Minderheit der Flamen, dass das Zusammenleben mit Menschen aus anderen Kulturen Probleme bereitet.
27% der Flamen sagen, dass das Zusammenleben mit verschiedenen Kulturen in ihrer Stadt oder Gemeinde viele Probleme verursacht, aber eine größere Gruppe von 33% gibt an, dass in ihrer Stadt oder Gemeinde verschiedene Kulturen gut zusammen leben bzw. zusammen passen.
Auffallend ist auch, dass die größte Gruppe der Flamen, etwa 40 %, keine Meinung zu diesem Thema hat. Das deutet darauf hin, dass Integration keineswegs für alle ein vorrangiges Thema ist.
Niederländisch als alleinige Amtssprache in Flandern
Eine klare Mehrheit steht allerdings hinter der flämische Herangehensweise, nach der die Städte und Gemeinden bzw. die Landesbehörden im Allgemeinen nur in der Amtssprache Niederländisch kommunizieren sollten.
54 % sagen auch, dass mit Neuankömmlingen nur Niederländisch gesprochen werden sollte. Fazit: Beim Kopftuch sind die Flamen eher geteilter Meinung, doch es gibt eine klare Mehrheit für Niederländisch als einzige Verwaltungssprache im belgischen Bundesland Flandern.
Die Umfrage wurde Anfang September unter einer repräsentativen Stichprobe von 1.500 wahlberechtigten Flamen durchgeführt.
