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Viele Belgier wollen die Krisengebiete im Libanon inzwischen verlassen

Libanon: Belgien beginnt mit der Evakuierung von Landsleuten und schickt Hilfsgüter in das Land

Die belgische Bundesregierung kündigte an, Landsleute aus dem Libanon zu evakuieren. Belgier, die das von Israel angegriffene Land verlassen möchten, können das mithilfe der Behörden auch tun, wie Außenministerin Hadja Lahbib (MR) mitteilte. Zunächst hieße es, dass „weniger als 100 Personen“ das umkämpfte Land so schnell wie möglich verlassen wollen, doch aus dem Außenamt in Brüssel verlautete jetzt, dass sich etwa 180 Personen gemeldet haben. Am Freitagabend kommen die ersten Belgier in den Niederlanden an, von wo aus sie mit Bussen nach Hause gebracht werden. 

Andreas Kockartz
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In einer ersten Phase können Belgier den Libanon mit Flugzeugen, die in Richtung Europa fliegen, verlassen. Die belgischen Behörden reservieren in diesen Flugzeugen Plätze für diese Leute. Selbst will Belgien vorerst noch keine Evakuierungsflüge einsetzen, auch wenn Bundesverteidigungsministerin Ludivine Dedonder (PS) andeutete, dass die Luftwaffe dazu bereit sei.

Die belgische Botschaft im Libanon nimmt derzeit Kontakt zu allen Landsleuten auf, von denen bekannt ist, dass sie sich dort aufhalten. Am Freitag werden einige Dutzend Landsleute aus Beirut ausgeflogen. Sie kommen mit einer Maschine, die die Niederlande nutzen, um eigene Bürger aus dem Libanon zu bringen.

Mehrere Dutzend belgische Staatsbürger werden demnach am Freitag gegen 20 Uhr am Freitagabend in den Niederlanden landen und von dort aus mit Bussen zum Militärflughafen Melsbroeck gebracht, wo sie gegen 22 Uhr von Außenministerin Lahbib erwartet werden. In den nächste Tagen folgen weitere Belgier. Das belgische Außenamt und die Botschaft in Beirut haben Kontakt zu rund 1.800 Belgiern im Libanon.

Lage inspizieren und Hilfsgüter liefern

Eine Spezialeinheit ist nach Beirut, der libanesischen Hauptstadt, unterwegs, um die Lage zu prüfen. Diese Soldaten fliegen zunächst nach Zypern, um von dort aus zu agieren und um mögliche direkte Evakuierungen zu begleiten und zu organisieren.

Belgiens scheidender Minister für Gesundheit und Entwicklungszusammenarbeit Frank Vandenbroucke (Vooruit) gab bekannt, dass unser Land medizinische Hilfsgüter im Wert von 150.000 € in das umkämpfte Land schicken wird. Diese Lieferung wird vom Notfallteam der belgischen Behörden, B-Fast, organisiert. 

Der Süden von Beirut

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