Die Renovierung des Hotels Solvay in der Louizalaan (Hausnummer 224) in Brüssel ist abgeschlossen. Das von dem weltbekannten Architekten Victor Horta Ende des 19. Jahrhunderts entworfene Jugendstilgebäude ist nach 2 Jahren wieder ohne Baugerüst zu erkennen. „Die hohe Investition hat sich gelohnt“, sagt Ans Persoons (Vooruit), Brüsseles scheidende Staatssekretär für Stadtplanung und Kulturerbe.
Hotel Solvay in Brüssel nach 2 Jahren vom Gerüst befreit: Jugendstil-Juwel wieder in vollem Glanz
Das prächtige Jugendstilgebäude Hotel Solvay erstrahlt nach einer mehr als 2-jährigen Renovierung wieder in vollem Glanz. „Fachleute und Architekten haben viel Arbeit geleistet, um die Fassade zu restaurieren“, sagt Persoons. „Sie besteht aus vielen Metallteilen, aus Glas und aus Holz.“ Das war „harte Arbeit“, so Staatssekretärin Persoons.
Zunächst wurden die Löcher in der Metallverkleidung ausgebessert, aber es stellte sich heraus, dass noch mehr Arbeit vorlag. „Einige Metallteile waren verrostet. Das Holz hatte schon viele Anstriche hinter sich und war an einigen Stellen verrottet“, sagt Persoons. „Am Ende mussten wir auch die Fenster herausnehmen.“
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Unesco-Weltkulturerbe
Die Renovierung des Hotels Solvay wurde größtenteils von der Region Brüssel-Hauptstadt mit 1,5 Mio. € bezuschusst. „Es ist sehr wichtig, dass ein Gebäude wie dieses wieder in seinem alten Glanz erstrahlt. Außerdem gehört es seit 2000 zum Unesco-Weltkulturerbe. Vor 3 Jahren wurde es für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und in ein Museum umgewandelt.“
Diese Brüsseler Jugendstil-Ikone ist weithin als wunderschönes Gebäude anerkannt, aber das war einmal anders. „Wir haben herausgefunden, dass der ursprüngliche Antrag für das Hotel abgelehnt wurde, weil die damals zuständigen Mitarbeiter in den Behörden den Entwurf hässlich fanden“, sagt die Staatssekretärin lachend. „Das zeigt, dass wir für die Kreativität und die Kühnheit in unserer Architektur offen sein müssen.“
