Ein Pfand auf Dosen und Plastikflaschen ist im neuen flämischen Koalitionsvertrag nicht vorgesehen. Dies bestätigte das Kabinett des neuen Umweltministers Jo Brouns (CD&V). Die vorige flämische Landesregierung hatte in dieser Frage mehrere Pilotprojekte durchführen lassen, aber die Analyse der neuen Koalitionsvereinbarung durch VRT NWS zeigt, dass ein Pfandsystem auf Einweg-Getränkeverpackungen aktuell nicht mehr diskutiert wird.
Kein Pfand auf Getränkeverpackungen im Koalitionsvertrag: Flanderns neue Regierung sucht nach Alternativen
„Ein Pfandsystem ist unvermeidlich“, sagte die damalige flämische Umweltministerin Zuhal Demir (N-VA) noch im Jahr 2022. Im neuen Koalitionsvertrag ist von einem Pfandsystem für Getränkeverpackungen allerdings keine Rede mehr. „Pfand ist nicht vorgesehen“, bestätigte das Kabinett des neuen Umweltministers Jo Brouns (CD&V) gegenüber VRT NWS: „Die Parteien sind nicht davon überzeugt, dass dies der richtige Weg ist.“
Das Kabinett schließt ein solches System nicht ganz aus, doch man prüft auch Alternativen: „Wir haben weiterhin den Ehrgeiz, die Vermüllung zu reduzieren. Wir werden prüfen, wie wir die Ziele in der kommenden Zeit erreichen können.“
Anfang März einigten sich die Unterhändler des Europäischen Parlaments und der EU-Mitgliedstaaten darauf, dass die Mitgliedstaaten der Union bis 2029 mindestens 90 % der Plastikflaschen und Getränkedosen getrennt sammeln müssen. Dazu müssen sie ein Pfandsystem einführen, sofern sie nicht bereits über ein anderes System verfügen, das die Einhaltung der Zielvorgaben gewährleistet.
