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Das AKW Doel bei Antwerpen
Umwelt & Klima
Energie

Atomreaktor Doel 4: Schäden am Beton der Außenhaut - Bleibt bis Ende November abgeschaltet

Reaktor 4 vom Kernkraftwerk Doel bei Antwerpen bleibt länger abgeschaltet als geplant und wird wohl nicht vor Ende November wieder ans Netz gehen. Bei Kontrollen wurden "Unregelmäßigkeiten" im Beton der äußeren Hülle des Reaktors festgestellt. Entsprechende Meldungen wurden inzwischen von Kraftwerksbetreiber Engie bestätigt.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Vor 2 Jahren hatte die belgische Bundesregierung beschlossen, dass die Reaktoren Doel 4 und Tihange 3 (im AKW Tihange bei Lüttich) länger zur Energieversorgung am Netz bleiben sollten. Eigentlich sollten diese Meiler im Rahmen des Atomausstiegs unseres Landes 2025 abgeschaltet werden.

Doch sie sollen bis 2035 weiter Strom produzieren. In diesem Hinblick fanden jetzt umfangreiche Kontrollen an der Anlage von Doel 4 statt, bei denen die Schäden am Beton der Außenhülle festgestellt wurden.  

"Es bestehen keine Risiken" 

"Wir werden jetzt zusätzliche Inspektionen durchführen, damit wir eine bessere Sicht auf die Situation bekommen", sagte Engie-Sprecherin Hellen Smets zu der Feststellung. Dadurch werden die Unterhaltsarbeiten 5 Wochen länger dauern und Doel 4 wird frühestens am 30. November wieder Hochgefahren.

Nach Angaben von Engie besteht kein Risiko für die Umwelt, die Bevölkerung oder das Personal des Kernkraftwerks.

Analysen zufolge, so Belgiens scheidende Energieministerin Tinne Van der Straeten (Groen) wird dies nicht zu Problemen bei der Energieversorgung im kommenden Winter führen, auch nicht im Falle, dass Doel 4 länger ausfallen sollte: "Wir stehen heute viel besser da als 2018 oder 2020 mit einem vollständig operationellen Windpark in der Nordsee und mit besseren Verbindungen mit den Nachbarländern."   

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