Die Inflation ist im September auf 3,06 Prozent angestiegen. Dies geht aus Zahlen des belgischen Statistikamtes Statbel hervor. Im Vormonat lag die Inflationsrate noch bei 2,86 Prozent.
Der Gesundheitsindex, eine angepasste Version des allgemeinen Verbraucherpreisindexes, bei dem Produkte wie Treibstoff, Alkohol und Tabak nicht berücksichtigt werden, stieg von 3,20 Prozent auf 3,83 Prozent. Dieser Index ist wichtig, da er zur Berechnung von Lohnanpassungen, Sozialleistungen und Mietpreisen eingesetzt wird.
Der geglättete Gesundheitsindex lag im September bei 129,88 Punkten, also unter dem Schwellwert von 130,67 Punkten. Das bedeutet, dass derzeit noch keine automatische Lohnindexierung erfolgt.
Erdgas und Strom deutlich teurer
Essentielle Güter wie Strom und Erdgas sind im Gesundheitsindex enthalten. Diese Energieprodukte verzeichneten im September einen starken Preisanstieg, mit einer Steigerung im letzten Jahr von 14,8 Prozent für Strom und 138,1 Prozent für Erdgas.
Diese hohen Anstiege sind vor allem auf den Abbau des Energiegrundpakets zurückzuführen, einer Reihe staatlicher Maßnahmen zur Abmilderung der Energiekrise 2022 und 2023. Das Auslaufen dieses Grundpakets wird den Inflationsdruck bis Februar 2025 weiter erhöhen.
Auch ohne Energieprodukte steigt Inflation
Ohne Energieprodukte betrug die Inflation im September 2,71 Prozent, ein leichter Anstieg gegenüber dem Vormonat. Auch die Kerninflation, bei der weder Energie noch unverarbeitete Lebensmittel berücksichtigt werden, stieg von 2,73 Prozent auf 2,80 Prozent.
Einige Produkte verzeichneten bemerkenswerte Preiserhöhungen. So wurden frische Meeresfrüchte beispielsweise um 38,6 Prozent teurer. Auch Zigaretten (27,6 Prozent), Olivenöl (26,6 Prozent), Drehtabak (26,1 Prozent) und verschiedene Getränke stiegen deutlich im Preis.
Auf der anderen Seite sanken die Preise bestimmter Produkte erheblich. So wurden Tee (-20,5 Prozent), Laptops (-16,7 Prozent), Smartphones (-16,1 Prozent) und Benzin (-16 Prozent) günstiger.
