Die belgische Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB wird nach und nach in den Intercity-Zügen in einigen Waggons „Ruhezonen“ einrichten. Dort werden die Fahrgäste gebeten, nicht laut zu sprechen oder gar zu telefonieren und sie sollen auch beim Musikhören die Kopfhörer nicht zu lauf aufdrehen. Tests auf einigen Strecken führten zu Zustimmung seitens der Reisenden für solche Ruheabteile.
"Ruhezonen" in belgischen IC-Zügen auf den wichtigsten Verbindungen
Die „Ruhezonen“ wurden vor einigen Monaten in den IC-Zügen zwischen Eupen und Ostende bzw. zwischen Brüssel und Luxemburg getestet, also auf sehr langen Verbindungen. Diese Ruheabteile wurden seiner Zeit von den Pendlern und den anderen Fahrgästen überwiegen positiv aufgenommen.
Aus diesem Grunde will die Bahn jetzt nach und nach solche „Ruhezonen“ in einzelnen Waggons auf den wichtigsten Verbindungen des Landes einrichten. Bis zum kommenden Sommer sollen 65 % aller Fahrgäste in den Zügen, die die großen Städte in Belgien verbinden, in solchen „Ruhezonen“ sitzen können.
Doppelstock-Waggons
„Mehr als 9 von 10 Reisenden, die in diesen Abteilen Platz genommen haben, gaben an, mit dem Konzept zufrieden zu sein. Über die Hälfte der Fahrgäste gaben an, dadurch vielleicht öfter mit dem Zug zu fahren“, heißt es bei der NMBS dazu.
Konkret sollen in allen Zügen, die aus Doppelstock-Waggons der Reihen M6 oder M7 zusammengestellt sind, einer oder auch mehrere Wagen mit Ruheabteilen in der unteren Etage ausgerüstet werden, so die Bahn.
Auf langen Verbindungen
Vor allem auf langen Strecken sei die Nachfrage nach stillen Bereichen in den Zügen groß. Auf folgenden Strecken werden diese Waggons bzw. Abteile eingeführt:
Eupen - Ostende
Brüssel - Luxemburg
Kortrijk - Schaarbeek
Genk - Blankenberge
Antwerpen - Charleroi
Brüssel - Namür
