In Reet (Provinz Antwerpen) ist das Wasser des Burggrabens rund um das „Laar-Schloss“ plötzlich rot gefärbt. Die Bewohner des Schlosses informierten die Polizei, da sie von Vandalismus ausgingen. Inzwischen wurden Wasserproben entnommen, um festzustellen, ob im Wasser bestimmte Bakterien am Werk sind.
Burggraben in Reet (Provinz Antwerpen) plötzlich blutrot: Vandalismus oder Bakterie?
Es ähnelt einer Szene aus einem Horrorfilm: Der Burggraben rund um das Reeter „Laar-Schloss“ sieht aus wie eine riesige Blutlache. Die Schlossbewohner dachten sofort an Vandalismus. Polizei, Feuerwehr und ein Umweltbeauftragter wurden zum Einsatzort gerufen.
Der Umweltbeauftragte nahm Proben, die nun in einem Labor untersucht werden. Es wird vermutet, dass es sich wahrscheinlich nicht um vorsätzliche Schädigung handelt. „Anhand der Fotos vermutete man zunächst, dass es sich möglicherweise um Bakterien handeln könnte“, sagt Geert Van der Auwera (CD&V), Schöffe für Umweltangelegenheiten. „Man muss jedoch nicht in Panik geraten, da es sich vermutlich nicht um Blaualgen handelt.“
Jedoch wird keine Möglichkeit ausgeschlossen. Laut der Flämischen Umweltgesellschaft können sich in stehenden Gewässern, insbesondere bei warmem Wetter, Cyanobakterien oder Blaualgen bilden. Diese verursachen normalerweise eine blaugrüne Färbung, können aber auch eine rotbraune Schicht auf dem Wasser bilden. Blaualgen stellen Gesundheitsrisiken für Mensch und Tier dar. Sie können unter anderem schwere Hautreizungen verursachen. Sollte es sich um Blaualgen handeln, wird die Gemeinde wahrscheinlich Schilder am Rand des Geländes aufstellen, um vor der Gefahr zu warnen.
