Die belgische Schuldenagentur hat mit der jüngsten Emission von Staatsanleihen insgesamt 402,5 Millionen Euro eingenommen. Über 380 Millionen Euro wurden mit der einjährigen Staatsanleihe und fast 20 Millionen Euro mit der zehnjährigen Staatsanleihe eingenommen.
Über 400 Millionen Euro mit neuen Staatsanleihen eingenommen – bedeutend niedriger als erwartet
Die 1-jährige Staatsanleihe hat eine Nettorendite von 1,93 Prozent. Das ist viel weniger als die Nettorendite von 2,81 Prozent im letzten Jahr, als mit der einjährigen Staatsanleihe eine Rekordsumme von 22 Milliarden Euro aufgenommen wurde.
2023 hatte die Regierung die Quellensteuer gesenkt, um die Banken zu zwingen, eine höhere Rendite an die Sparerinnen und Sparer auszuzahlen.
Die September-Emission musste ohne Senkung der Quellensteuer auskommen und war der großen Konkurrenz von Seiten der Banken ausgesetzt. Diese hatten ihre Zinssätze erhöht, um die freiwerdenden 22 Milliarden Euro anzulocken.
Die 10-jährige Staatsanleihe hat eine Rendite von brutto 2,80 Prozent.
Niedriger als erwartet
Insgesamt wurden diesmal 402,5 Millionen Euro durch die Emission von Staatsanleihen eingenommen. 382,7 Millionen Euro mit der 1-jährigen Staatsanleihe, und 19,8 Millionen Euro mit der 10-jährigen.
Das ist viel weniger als erwartet. Daher wird die Schuldagentur den Bestand an Schatzanweisungen in diesem Jahr um 15 Milliarden Euro erhöhen, statt wie geplant um 12 Milliarden Euro. Schatzwechsel sind eine weitere Möglichkeit für die Agentur, sich kurzfristig Geld zu leihen, allerdings auf dem Markt für institutionelle Anleger.
