Ein Belgier, der seit dem 22. Mai in einer Zelle des kongolesischen Militärgefängnisses Ndolo in Kinshasa sitzt, droht die Todesstrafe. Der Mann ist ein Militärexperte, der für das belgische Justizministerium arbeitet. Seine Familie in Belgien sagt, dass er unschuldig ist und fordert, dass die Regierung eingreift.
Der Betroffene ist Jean-Jacques Wondo (Foto oben). Er ist Militärexperte und arbeitet für das belgische Justizministerium. Vor einigen Monaten hielt er sich in der Demokratischen Republik Kongo mit einem Beratungsauftrag für den nationalen kongolesischen Sicherheitsdienst Agence Nationale des Renseignements (ANR) auf.
Doch gerade dann, am 19. Mai, versuchten Gegner von Präsident Félix Tshisekedi diesen mit einem Staatsstreich zu beseitigen. Der Staatsstreich misslang und Wondo wurde in diesen Wirren gemeinsam mit anderen Oppositionellen verhaftet und wegen Teilnahme an dem Staatsstreich angeklagt.
Im Namen seiner Familie, die in Belgien lebt, sagte deren Vertrauter Joël Kandolo, dass dies Nonsens sei. Nach Ansicht von Wondos Familie ist er Opfer einer internen Abrechnung. Sie verlangt jetzt, dass die geschäftsführende belgische Bundesregierung bei Präsident Tshisekedi interveniert, damit dieser die Todesstrafe zurückzieht.
Das belgische Außenministerium lässt wissen, dass es den Vorgang aus nächster Nähe verfolge, doch ein Kommentar dazu erfolgte bisher nicht.
