Der deutsche Autozulieferer Bosch betreibt seine Scheibenwischerfabrik in Tienen in der Provinz Flämisch-Brabant bereits seit 50 Jahren. In den vergangenen Jahrzehnten durchlebte das Werk mehrere Sanierungen und Umstrukturierungen, doch inzwischen haben einige Investitionen dafür gesorgt, dass dieser Standort im weltweiten Netz des Konzerns seinen Stellenwert hat.
Die Scheibenwischerfabrik von Bosch in Tienen besteht seit 50 Jahren
1970 unterzeichneten Bosch und die Stadt Tienen eine Übereinkunft zum Bau einer neuen Fabrik in dieser Kreisstadt in Flämisch-Brabant. Diese war zur „Produktion von elektrischer und elektronischer Apparatur für die Autoindustrie“ bestimmt. Anfang 1974 begann hier dann die Herstellung von Scheibenwischern für Autos.
Die Geschichte von Bosch in Tienen verlief nicht immer glatt. Gleich mehrere Sanierungen und Umstrukturierungen, die auch aufgrund der steigenden Produktionskosten und des Drucks aus Richtung Automobilsektor vorgenommen werden mussten, waren mitunter folgenschwer für die Belegschaft. Die letzte große Sanierung erfolgte im Jahr 2021. Heute sind hier noch 518 Mitarbeiter beschäftigt.
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Heute spielt die Fabrik in Tienen innerhalb des Konzerns eine wichtige Rolle und im Bereich Scheibenwischer und dem dazugehörenden Gummi ist die Forschungsabteilung hier tonangebend, wie Werkssprecher Peter De Troch gegenüber VRT NWS erklärte: „Tienen produziert innerhalb des Konzerns ungefähr 20 % aller Bosch-Wischblätter und 70 % des dazu benötigen Gummis. Das Unternehmen investiert 11 Mio. € in neue Produktionslinien und in Verpackungsmaschinen.“
Werner Richter, der neue Direktor des Bosch-Standorts in Tienen, wünscht sich, dass das Werk gut funktioniert und das die Atmosphäre angenehm bleibt: „Unsere Kantine sah früher wie der Speisesaal eines Gefängnisses aus. Die ist heute viel angenehmer und auch die Büros werden aufgefrischt.“ Zusammen mit den neuen Produktionslinien scheint hier für diesen Zulieferer für die Automobilindustrie die Zukunft vorerst gesichert zu sein.
