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Auch am Freitag Streik am Flughafen Charleroi: Flüge annulliert - Flugfeld blockiert

Durch einen 24-Stundenstreik der Gewerkschaften wurden alle Flüge am Flughafen Charleroi (Prov. Hennegau) am Donnerstag und am Freitag gestrichen werden. Die Direktion hatte gehofft, einige Flüge abfertigen zu können, doch die Streikfolgen sind größer, als erwartet. Gewerkschaftler haben das Flugfeld des Charterflughafens blockiert.

Andreas Kockartz Belga
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Das Flughafen-Management und die Fluggesellschaften hatten vor Streikfolgen gewarnt, denn anfangs hieß es nach dem Streikaufruf, dass „präventiv die operationellen Kapazitäten zurückgeschraubt“ würden und es wurde dazu geraten, „nur mit Handgepäck“ zu fliegen. Doch am Donnerstag wurde deutlich, dass die Gewerkschaften den gesamten Airport lahmgelegt haben. Flugzeuge können weder starten, noch landen.

Man könne durch die umfangreiche Mobilisierung durch die Gewerkschaften die Sicherheit nicht garantieren, so Nathalie Pierard, die Pressesprecherin des Brussels South Charleroi Airport (BSCA): „Wir bedauern, dass die Passagiere auf diese Art und Weise durch diese wilden Aktionen als Geiseln genommen werden.“ Betroffene Flugreisende sollen nicht zum Flughafen kommen, sondern Kontakt mit ihrer Fluggesellschaft aufnehmen.

Am Montag wurden alle 186 Flüge von und nach Charleroi gestrichen. Das betraf rund 30.000 Passagiere. Das Airport-Management hoffte auf Versöhnungsgespräche mit den Gewerkschaften, doch am Freitag erwies sich, dass weitergestreikt wird. Die Zahl der betroffenen Flüge und Passagiere wird am letzten Tag vor dem Wochenende höher liegen, als am Vortag.

Hoher Arbeitsdruck

Der Sozialkonflikt am Flughafen von Charleroi betrifft in erster Linie den hohen Arbeitsdruck, dem sich das Personal ausgesetzt sieht. Durch einen hohen Krankenstand sei der Arbeitsdruck für das übrige Personal unerträglich. Doch die Gewerkschaften sprechen auch von einem „aggressiven Management“.

Die Gewerkschaftsfront hatte am vergangenen Donnerstag eine offizielle Streikankündigung ab dem 19. September eingereicht, die die wichtigsten operativen Funktionen des Airports betreffen sollten: Gepäckabfertigung, Check-In, Bevorratung der Flugzeuge…

Dass die Gewerkschaften schon jetzt anfangen zu streiken, hat die BSCA-Direktion kalt erwischt. Sie bedauert, „dass die Gewerkschaften ihren Verbindlichkeiten in Sachen sozialem Frieden nicht nachkommen.“ Hier entschuldigt man sich bei den Passagieren und gibt an, „stets offen für einen sozialen Dialog zu sein.“ 

Wartende Reisende und streikende Flughafenmitarbeiter

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