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Im Gefängnis von Antwerpen
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Justiz

Nach Angriff auf Sozialhelferin - Im Gefängnis von Antwerpen werden jetzt alle Alarmsysteme wöchentlich getestet

In der vergangenen Woche ist eine Sozialhelferin im Gefängnis von Antwerpen von dem Häftling, den sie begleiten sollte, in einem Gesprächsraum angegriffen und sexuell belästigt worden. Gegen den Mann wird wegen Vergewaltigung ermittelt. Die junge Frau betätigte zwar den Notrufknopf des Raumes und ihr mobiles Alarmsystem, doch beides funktionierte nicht richtig.  

Andreas Kockartz
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Durch das Versagen beider Sicherheits- und Alarmsysteme dauerte es mehrere Minuten, bis die Sozialhelferin befreit und gerettet werden konnte. Inzwischen hat die Gefängnisverwaltung die Situation analysiert und kommt zu dem Schluss, dass die Alarmsysteme der Haftanstalt ab sofort wöchentlich auf ihr Funktionieren getestet werden.

Das belgische Gefängniswesen fordert inzwischen von der noch zu bildenden neuen Bundesregierung mehr Mittel, um solche Vorfälle vermeiden zu können und um die Sicherheitssysteme vor allem in den älteren Haftanstalten zu modernisieren.

Überbelegung der Haftanstalten

Kritiker werfen der Politik jetzt vor, dass dieses Problem durch die chronische Überbelegung der Zellen in den Gefängnissen entstanden sei. Doch dem widerspricht der Aufsichtsausschuss der Haftanstalt von Antwerpen. Hier führt man das Problem auf Mängel am Sicherheitssystem zurück und dieses werde jetzt besser kontrolliert.

Dass allerdings die belgischen Gefängnisse überbelegt sind, ist ein Fakt. Hinzu kommt auch ein akuter Personalmangel in den Haftanstalten. Das Gefängniswesen hat unabhängig von den Vorfall in Antwerpen ein Memorandum aufgestellt, in den von der Politik gefordert wird, Quoten für die Belegung festzulegen. Damit soll vermieden werden, das neue Häftlinge in Haftanstalten gebracht werden, in denen eigentlich kein Platz mehr frei ist. 

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