Der Gemeinderat der Stadt Brüssel hat bei seiner Sitzung am Montagabend mit großer Mehrheit beschlossen, das Alkoholverbot, das seit 2020 in einigen Vierteln im Zentrum zu verlängern. Davon ausgenommen sind die Terrassen von Kneipen, Cafés und Restaurants.
Brüssels Gemeinderat verlängert das Alkoholverbot in weiten Teilen der Innenstadt
Nur die linksradikale Arbeiterpartei PVDA stimmte gegen das Verbot, weil die es für diskriminierend hält, einen Unterschied zwischen denen zu machen, die es sich leisten können, etwas auf einer Terrasse zu trinken und denen, die dafür das Geld nicht haben.
Die Maßnahme wurde zuerst im Februar 2020, also während der Coronakrise für 6 Monate erlassen und wurde seit dem immer wieder verlängert. Auch das Gebiet, in dem das Verbot für den öffentlichen Konsum von Alkohol gilt, wurde immer wieder erweitert. Ziel war und ist, die öffentliche Ordnung in dem betroffenen Gebiet zu gewährleisten, wozu auch die Nachtruhe gehört. Die neue Verlängerung gilt bis Oktober 2025.
Rund um die Uhr
Aktuell gilt die Maßnahme in der gesamten Fußgängerzone im Zentrum der Altstadt und um weite Teile des Gebiets zwischen den Metrostationen Rogier, IJzer und Sint-Katelijne. Das Alkoholverbot ist auch in der Dansaertstraat, der Hopstraat, der Sleutelstraat, der Léon Lepagestraat, auf dem Nieuwe Graanmarkt und im Viertel der Kais inklusive Vismarkt und Alhambra-Viertel gültig.
Es gilt rund um die Uhr und ausgenommen sind die bereits erwähnten Terrassen der Gastronomiebetriebe und Veranstaltungen der Stadt bzw. mit Genehmigung der Stadt Brüssel. Wer gegen dieses Verbot verstößt, riskiert ein Verwaltungsbußgeld von 70 € bis maximal 500 €.
