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Inland
Wirtschaft

Die Belgische Nationalbank warnt vor zunehmender wirtschaftlicher Abhängigkeit von China

Die Belgische Nationalbank (BNB) warnt davor, dass die Europäische Union im Allgemeinen und Belgien im Besonderen bei der Einfuhr von als „strategische Waren und Güter“ gewerteten Produkten mehr und mehr abhängig von China würden. Diese Entwicklung mag sich in Belgien im Vergleich zum EU-Durchschnitt noch in Grenzen halten, doch der steigend Trend ist laut BNB unverkennbar. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Bei „strategischen Waren und Gütern“ handelt es sich vor allem um für die Gesellschaft essentielle Produkte wie beispielsweise Batterien, Computerchips, Mobiltelefone und elektrische Fahrzeuge. Diese Produkte sind unter anderem für die nationale Sicherheit, die Versorgungssicherheit bei der Energie und die Gesundheit von großer Bedeutung.

Der Anteil Chinas an der Einfuhr von Waren aus Nicht-EU-Ländern nach in die Europäische Union liegt laut einem BNB-Bericht derzeit bei 26%. Der Handelsverkehr Belgiens mit Ländern außerhalb der EU betrifft etwa ein Drittel des Gesamtvolumens.

Davon kommen allerdings knapp 20 % aus China. Das entspricht einem langsamen aber stetigen Anstieg um 12 % in den vergangenen 20 Jahren. Exporte aus Belgien nach China sind auch leicht angestiegen, bleiben aber mit rund 5,5 % eher bescheiden.

Die Zeiten, zu denen aus China lediglich Textil- und Bekleidungsprodukte, Schuhe, Spielsachen oder Sportartikel nach Belgien importiert wurden, sind vorbei. Der Anteil an „strategischen Gütern“ ist hingegen von 40 % im Jahr 2003 auf über 70 % im vergangenen Jahr gestiegen.

Davon entfallen 18,8 % auf Fahrzeuge aller Art (Autos, Busse…). Das ist ein Prozentsatz, der viel höher ist, als der EU-Durchschnitt. Damit ist unser Land in den Augen der Nationalbank „stark von China abhängig“, auch wenn das in den Zahlen nicht ganz so dramatisch zeigt. 

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