Der Chiphersteller BelGaN in Oudenaarde (Prov. Ostflandern) wird schließen. Das Unternehmen meldete vor einiger Zeit Konkurs an. Seit dem versuchten Kuratoren, einen Übernahmekandidaten zu finden, doch dies gelang nicht. Damit ist das Ende dieses Unternehmens trotz der strategischen Bedeutung von Mikrochips für Wirtschaft und Industrie besiegelt. 440 Mitarbeiter verlieren ihren Job.
Chipfabrik BelGaN macht dicht: Kein ernstzunehmender Übernahmekandidat
Insgesamt hatten sich 5 Kandidaten gemeldet, um BelGaN zu übernehmen und vor 2 Wochen baten die Kuratoren darum, konkrete Angebote vorzulegen. Doch von den 3 eingereichten Angeboten (eines aus der EU und zwei aus Nicht-EU-Ländern) erwies sich keines als ernst zu nehmen.
Kurator Ali Heerman sagte, dass die eingereichten Angebote unbrauchbar gewesen seien: „Sie lagen weit unter dem Liquidationswert und es gab wenig bis gar keine Garantien für das Personal im Hinblick auf eine Wiedereinstellung. Und es fehlten Zahlungsgarantien.“
Liquidiert
Das bedeutet, dass es für BelGaN kein Durchstarten geben wird, auch wenn der Mikrochip-Sektor von strategischem Wert ist. In den vergangenen Wochen hofften Politiker und Fachleute darauf, dass das Unternehmen mit seiner Chiptechnologie in europäischen Händen bleiben würde.
Jetzt werden die Liegenschaften und der Maschinenpark im Wert von schätzungsweise rund 50 Mio. € liquidiert. Der Maschinenpark besteht aus hochtechnologischen Anlagen, die nur Wert für entsprechend spezialisierte Unternehmen hat. Für die betroffenen Mitarbeiter wird gehofft, dass sie wegen ihren Fähigkeiten und Erfahrungen im Bereich der Hochtechnologie rasch wieder einen Job finden.
