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Molenbeek will sein schlechtes Image loswerden

Sechs Kandidaten aus Belgien für den Titel "Europäische Kulturhauptstadt" im Jahr 2030

Sechs belgische Städte bewerben sich für den Titel „Europäische Kulturhauptstadt“ im Jahr 2030. Vier davon sind flämische Städte: Gent, Löwen, Kortrijk und Brügge. In der Wallonie bewirbt sich Namür und in der Brüsseler Hauptstadt-Region die Gemeinde Sint-Jans-Molenbeek (Foto). 

Andreas Kockartz
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Diese sechs Städte müssen bis Ende Oktober ihre Kandidatur vor internationalen Experten in Brüssel verteidigen. In der Vergangenheit waren schon mehrere Städte „Europäische Kulturhauptstadt“: Antwerpen, Brüssel, Brügge und Mons

Ziel eines solchen Titels ist, einer Stadt über die Kultur zu internationaler Sichtbarkeit zu verhelfen. Ein reichhaltiges kulturelles Angebot, Geschichte und Architektur sowie Diversität und Weltoffenheit sind dabei von enormer Wichtigkeit. Die sogenannten „bidbooks“ wurden am Montag eingereicht.

Eine europäische Jury wird im Sommer 2025 bekanntgeben, welche Stadt diesen Titel bekommen wird. Die gewinnende Stadt erhält dann ab 2026 jährlich 3 Mio. € von der belgischen Nationallotterie für die Umsetzung des Projekts. 

Die Unistadt Löwen, das progressive Gent und die Brüsseler Gemeinde Molenbeek

Die Universitätsstadt Löwen bündelt dazu die Kräfte mit 20 weiteren Städten und Gemeinden aus dem Osten der Provinz Flämisch-Brabant: Aarschot, Boutersem, Begijnendijk, Bekkevoort, Bierbeek, Boortmeerbeek, Diest, Haacht, Holsbeek, Keerbergen, Kortenberg, Leuven, Lubbeek, Oud-Heverlee, Overijse, Scherpenheuvel-Zichem, Tervuren, Tielt-Winge, Tienen und Tremelo.

Molenbeek wird von allen 19 Brüsseler Gemeinden und von der Hauptstadt-Region unterstützt. Hier will man den kulturellen und künstlerischen Reichtum der Kommune ausspielen und dies auch mithilfe zahlreicher Museen. Nicht zuletzt möchte Sint-Jans-Molenbeek damit auch sein international schlechtes Image loswerden. Ursprünglich sollte Brüssel allgemein kandidieren, doch im Laufe des Projekt kristallisierte sich Molenbeek als Zentrum heraus.

Gent in Ostflandern bezeichnet sich gerne als progressiv und mit einer gewissen Portion Rebellion in der DNA. Auch die Herangehensweise an die Bewerbung für den Kulturhauptstadt-Titel ist etwas anders. In einem „open call“ konnten sich die Bürger der Stadt zur Mitarbeit an der Kandidatur bewerben und daraus wurde ein Team aus 30 Personen zusammengestellt. Damit, so die Koordinatorin der Stadt, sollte auch vermieden werden, dass einmal mehr die „usual suspects“ ihren Einfluss geltend machen konnten. 

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