Die Zahl der Anmeldungen für Ausbildungen im Rahmen von dualem Lernen ist in Brüssel zum Anfang des neuen Schuljahres deutlich angestiegen. Das regionale Brüsseler Ausbildungszentrum Syntra meldet bisher 135 Einschreibungen. Letztes Jahr begannen 114 Jugendliche in der Hauptstadt eine Ausbildung in diesem System.
Duales Lernen wird auch in Brüssel immer populärer: "Erhöht die Chancen am Arbeitsmarkt"
Seit 1019 können Schülerinnen und Schüler ab einem Alter von 15 Jahren auch in der Brüsseler Hauptstadt-Region einer Ausbildung im Rahmen des dualen Lernens absolvieren. Dabei kombinieren sie die Schule mit einer praktischem Ausbildung an einem Arbeitsplatz. Dazu gehören ein Tag Schulunterricht und vier Tage Arbeit in einem Unternehmen pro Woche.
Auf diese Weise können Jugendliche, die vielleicht sonst die Schule ohne Diplom abbrechen würden, doch noch einen vollwertigen Sekundarschul-Abschluss erlangen.
In Brüssel stieg die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die jetzt eine duale Ausbildung begonnen haben, laut Syntra um 18,5 % von 114 letztes Jahr auf 135 aktuell. Und bis Ende September ist es noch möglich, sich dafür anzumelden.
Duales Lernen bietet Vorteile
„Wir beobachten, dass Jugendliche, die eine duale Ausbildung durchlaufen haben, viel größere Möglichkeiten am Arbeitsmarkt haben. 95 % von ihnen finden innerhalb eines Jahres einen Arbeitsplatz“, sagte Vanessa De Leeuw von Syntra gegenüber der Nachrichtenplattform BRUZZ.
Überdies, so De Leeuw weiter, sinke so die Zahl der Schüler, die die Schule ohne Diplom verlassen: „Wir sind fest dazu entschlossen, weiter auf duales Lernen zu setzen und die enge Verbindung mit der Unternehmenswelt Flanderns und Brüssels kommt bestens mit dieser Lernform zur Geltung.“
Aus den Vorbereitungskursen von Syntra zum dualen Lernen wurde deutlich, dass die Bewerber vor allem an Berufen im Dienstleistungssektor, im Pflegebereich und in der Lebensmittelbranche interessiert waren.
