Der frühere Antwerpener Bürgermeister Patrick Janssens (Foto) von den flämischen Sozialisten Vooruit meldet sich nach 12 Jahren wieder zurück und kandidiert auf der Stadtratsliste seiner Partei auf dem 4. Listenplatz. Vooruit zaubert auch eine flämische Schauspielerin auf der Liste aus dem Hut. Und in Charleroi passiert bei den frankophonen Sozialisten auch einiges im Hinblick auf die Kommunalwahl vom 13. Oktober.
Kommunalwahl im Oktober: Ex-Bürgermeister Janssens meldet sich in Antwerpen zurück und andere politische Überraschungen
Patrick Janssens war für die flämischen Sozialisten Vooruit (damals noch SP.A) von 2002 bis 2012 Bürgermeister in der Hafenmetropole Antwerpen. Bei den Kommunalwahlen von 2012 verloren die Sozialisten und mussten für Bart De Wever von den Nationaldemokraten N-VA Platz machen. De Wever ist auch jetzt wieder Spitzenkandidat für sein Partei im Rathaus der Scheldestadt.
Doch Patrick Janssens, der danach lange Jahre in der Privatwirtschaft und als Fußballfunktionär aktiv war, ist nicht die einzige Überraschung von Vooruit in Antwerpen.
Die flämischen Sozialisten zauberten die Fernsehschauspielerin Lien Van de Kelder (Foto unten) aus dem Hut, die vor allem aus Familienserien bekannt ist. Sie kandidiert auf dem 3. Listenplatz vor Janssens und hat deutliche Ambitionen auf ein Schöffenamt im Antwerpener Rathaus. Van de Kelder ist aber schon lange Vooruit-Mitglied und ihre politische Erfahrung holte sich die gelernte Juristin vor Jahren als Kabinettsmitarbeiterin im belgischen Wirtschaftsministerium.
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Überraschendes zur Kommunalwahl in der Wallonie
In der Wallonie warten die frankophonen Liberalen MR ebenfalls mit einer aus dem öffentlichen Leben bekannten Persönlichkeit auf. Hier soll die ehemalige Miss Belgien Julie Taton (Foto weiter unten) in der sozialistischen Hochburg Mons in der Provinz Hennegau Stimmen bringen.
Und in Charleroi, ebenfalls Provinz Hennegau, ist der führende Sozialist Paul Magnette nicht der Spitzenkandidat seiner Partei PS. Magnette gibt sich mit dem 3. Platz auf der PS-Stadtratsliste zufrieden. Dies sei eine der Konsequenzen aus der Wahlniederlage im Juni, so Magnette. Der Noch-Parteichef der frankophonen Sozialisten wurde bei den Parlamentswahlen am 9. Juni in die Erste Kammer des belgischen Bundesparlaments gewählt und will dort Oppositionsführer und PS-Fraktionschef werden.
Spitzenkandidat für die PS in der wallonischen Arbeiterstadt Charleroi ist Thomas Dermine, der scheidende Staatssekretär für Wirtschaftsaufschwung, strategische Investitionen und Wissenschaft in der belgischen Bundesregierung.
