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Zu viele Einzelhandelsgeschäfte verkaufen noch stets Alkohol an Minderjährige

Mehr als 8 von 10 Einzelhandelsgeschäften in Belgien verkauft noch immer alkoholische Getränke an Minderjährige. Bei Tabakprodukten und E-Zigaretten ist dies der Fall in rund 7 von 10 Geschäften oder Warenhäusern, wie die flämische Tageszeitung Het Nieuwsblad meldete. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Diese Zahlen sind das vorläufige Resultat von Kontrollen im Einzelhandel, die das belgische Wirtschaftsministerium mit Hilfe von sogenannten „Mystery-Shoppern“ durchführte. Dabei wurden Jugendliche unter 18 Jahren eingesetzt, die beim Wirtschaftsministerium einen entsprechenden Ferienjob hatten.

Im Vergleich zum letzten Sommer sind die Zahlen von Verstößen gegen die belgische Alkoholgesetzgebung leicht zurückgegangen, doch im Bereich E-Zigaretten wurde die Altersgrenze zur Abgabe sogar seltener respektiert.

Das belgische Wirtschaftsministerium will vorerst nicht auf Kontrollen mit jugendlichen „Mystery-Shoppern“ verzichten, auch wenn es mehr und mehr „traditionelle“ Kontrollen von Einzelhandelsgeschäften und Warenhäusern geben soll.

Neben dem Bundeswirtschaftsministerium will auch das Bundesgesundheitsministerium in diesem Bereich Kontrollen durchführen und zwar das ganze Jahr durch. Auch hier werden minderjährige Jugendliche als „getarnte Kunden“ eingesetzt.  

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