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Schwache Nachfrage: Weniger Zeitarbeit in Belgien vermittelt
Inland
Wirtschaft

Schwächelnde Konjunktur: Zeitarbeit in Belgien auf einem Zehnjahrestief

Wenn man einen kurzen Tiefpunkt während der Corona-Pandemie außer Acht lässt, steht die Zeitarbeit in Belgien derzeit auf dem niedrigsten Niveau seit 10 Jahren. Dies meldet der Sektorverband Federgon. Die Interimsanbieter haben im Juli 2024 rund 12 % zeitlich befristete Arbeitsplätze vermittelt als im gleichen Monat im vergangenen Jahr. Bei den „normalen“ Arbeitskräften ist dies ein Rückgang um 8,6 % und bei studentischen Kräften um 17,4 %. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Der Rückgang der Zeitarbeitsvermittlung in Belgien ist aktuell auf die schwache Konjunktur zurückzuführen. Zeitarbeitskräfte werden auch in unserem Land vor allem dann angeworben, wenn die Unternehmen eine gute Auftragslage haben und zusätzliches Personal brauchen.

Wenn die Wirtschaft allerdings schlecht läuft, dann verzichten sie in erster Instanz auf die Interimskräfte. In diesem Sinne ist die Zeitarbeit so etwas wie der Kanarienvogel in der Kohlenzeche. Wenn hier die Geschäfte nicht gut laufen, dann ist die wirtschaftliche Lage schlecht oder beginnt rückläufig zu werden.

Ein zweiter Indikator für eine schlechte Konjunktur ist übrigens die Binnenschifffahrt. Sieht man auf den Flüssen und Kanälen vergleichsweise wenig beladene Binnenschiffe, ist die Auftragslage in manchen Sektoren nicht unbedingt gut.

Vor allem Studentinnen und Studenten haben unter dem Rückgang der Zeitarbeitsvermittlung zu leiden (- 17,4 %). Da zahlreiche Unternehmen vor allem im industriellen Bereich nicht mit voller Kraft produzieren, brauchen sie auch keine studentischen Hilfskräfte während den Ferien.

Doch auch das schlechte Wetter im Juli spielt hier eine Rolle, denn in der Gastronomie, in den Freizeitparks oder im Eventsektor wurde weniger befristet einsetzbares Personal gebraucht.

Weniger Zeitarbeit für Studierende

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