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Inland
Wirtschaft

Belgien: Die Inflation sinkt zum ersten Mal seit Januar unter 3 %

Die Inflation, die Ziffer, die die Teuerungsrate in unserem Land angibt, ist in diesem Monat auf 2,86 % gesunken, wie aus den entsprechenden Zahlen des Statistikamtes Statbel ersichtlich ist. Das bedeutet, dass das Leben aktuell 2,86 % teurer ist, als im August 2023. Allerdings ist dies auch das erste Mal seit Januar (1,75 %), dass die Inflation unter 3 % sinkt. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Noch im Juni hatte die Inflation in Belgien mit 3,74 % einen Höhepunkt erreicht. Im Juli war aber schon eine sinkende Tendenz zu erkennen, als die Teuerungsrate leicht auf 3,64 % zurückging. Jetzt liegt sie bei 2,86 %, was einen deutlichen Rückgang darstellt.

Auffallend ist aktuell, dass die Inflation bei Lebensmitteln von 0,54 % im Juli auf 0,04 % gesunken ist. Im März lag dieser Wert noch bei 17 %... Das bedeutet, dass Lebensmittel in Belgien derzeit kaum teurer sind, als vor einem Jahr.

Der sogenannte Gesundheitsindex, aus dem sich hierzulande die Berechnung der Indexierung von Löhnen und Gehältern, die Sozialleistungen und die Mieten ableiten, sank von 3,60 % auf 3,20 %.

Auch die Kerninflation, die mit volatilen Elementen, wie Energieprodukten oder unverarbeitete Lebensmittel zu tun hat, sinkt und zwar von 3,04 % auf jetzt 2,73 %.

Was wurde teurer und was billiger?

Teurer wurden im August Tabak, private Mieten, alkoholfreie Getränke, Hotelzimmer, Kleidung und Besuche in Cafés und Restaurants. Günstiger wurden Kraftstoffe für Fahrzeuge, Haushaltsgeräte, Blumen und Pflanzen, Gemüse und Erdgasprodukte.

Energieprodukte sind noch immer wesentlich teurer als vor einem Jahr. Elektrizität ist 11,3 % teurer als im August 2023 und Erdgasprodukte sogar 103 %. Das hat auch mit dem Auslaufen der Unterstützungsmaßnahmen, die der belgische Staat nach der Energiekriese im vergangenen Jahr zu tun. Bei Statbel geht man davon aus, dass dies noch bis Februar 2025 fühlbar sein wird.

Bei der Inflation von Kraftstoffen entwickeln sich die Dinge günstig. Während sie im Juni bei rund 15 % und um Juli bei 14 % lag, beträgt sie heute 6,96 %. Kraftstoffe und Heizöl sind jeweils 9,3 % günstiger als im August 2023. 

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