Die NATO hat beim Technologieunternehmen Exail Robots Belgium in Ostende eine Bestellung im Wert von rund 60 Mio. € hereingegen. Sie bestellt damit hochtechnologische Unterwasserdrohnen zur Suche und Vernichtung von Seeminen. Diese Drohnen sind in erster Linie für die Marine von Belgien und der Niederlande bestimmt.
Die NATO bestellt Unterwasserdrohnen zur Minensuche bei Unternehmen in Ostende
Konkret handelt es sich bei diesen „U-Drohnen“ um unbemannte Drohnen von Typ K-Ster C. Diese Wasserfahrzeuge werden ROV genannt, was Remotely Operated Vehicles bedeutet. Genutzt werden sie für maritime Operationen, genauer für das Detektieren und Vernichten von Seeminen.
Entwickelt wurden die ROV-Drohnen von dem französischen Hightech-Unternehmen ECA Group, eines der führenden Unternehmen für Technologie für Unterwasserrobotik und autonome Steuersysteme. Gebaut werden diese Drohnen bei Exail Robots Belgium in Ostende an der belgischen Nordseeküste.
Die Bestellung im Wert von 60 Mio. € umfasst die Drohnen, dazugehörende Ausrüstung und Trainingsmaterial.
"Selbstmorddrohnen"
Die K-Ster C wurde speziell für die Minensuche entwickelt. Diese Geräte werden auch als „Selbstmorddrohnen“ bezeichnet, da sie bei der Vernichtung von Unterwassersprengkörpern zerstört werden.
Schon jetzt stellt Exail Robots Belgium in Ostende (gegründet 2022) Unterwasserdrohnen für die niederländische und die belgische Marine her. Belgien gehört zur Weltspitze in Sachen Minensuche bzw. -räumung auf internationaler Ebene.
Zudem hat unser Land eine lange Küstenzone und steht für die Sicherheit der kommerziellen Seefahrt gerade (Häfen von Calais, Dünkirchen, Ostende, Zeebrügge, Antwerpen, Rotterdam…). Die belgische Marine ist auf Minensuche, Lokalisierung und Vernichtung spezialisiert.
