Der Projektentwickler Immobel sieht von der Renovierung des Proximus-Büroturms im Brüsseler Nordviertel ab und zieht den Ankauf des Gebäudes zurück. Immobel schreibt das Projekt ab und der belgische Telekomanbieter sucht nach Alternativen zur Nachnutzung des Büroturms, in dem Wohnungen entstehen sollten.
Upgrade Nordviertel: Renovierung des Proximus-Komplexes in Brüssel erstmal ausgesetzt
Proximus und Immobel hatten hinter vorgehaltener Hand schon angekündigt, dass der Deal zum Ankauf der Immobilie und die Umwandlung der Türme für eine völlig andere Nutzung unterbrochen werden sollte. In der vergangenen Woche hieß es, dass das Projekt vorläufig nicht durchgezogen werde und dass sich Immobel zurückzieht.
„Unter den vorliegenden Bedingungen, worunter der Ankaufspreis von 143 Mio. €, würde die Fortsetzung des Projekts einen zu großen Impakt auf unsere Gesellschaft, auf ihre Bilanz und auf ihre Liquiditätsposition haben“, so Immobel in einer Pressemitteilung. Der Projektentwickler würde eigenen Angaben zufolge eine Wertverminderung von 43 Mio. € verbuchen.
Die Baugenehmigung liegt bereits vor
Im Juni wurde für das Umbauprojekt des Proximus-Gebäudes die Baugenehmigung erteilt. Diese bleibt vorerst bei Immobel, wo man auch die intellektuellen Eigentumsrechte behält. Das Unternehmen fügt hinzu, so die Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ, das es bereit dazu bleibe, um gemeinsam mit Proximus mögliche Alternativen zu besprechen, „die zu einer letztendlichen Realisierung des Projekts beitragen können.
Der belgische Telekomgigant bleibt damit vollständig Besitzer seines freiwerdenden Bürokomplexes und erwägt, Alternativen für seinen Noch-Hauptsitz zu suchen und Gespräche mit anderen Interessierten zu führen, damit der „wirtschaftliche Wert für die Zukunft sichergestellt wird.“
Was war geplant?
Proximus und Immobel hatten im März 2022 ein Abkommen zu einem Renovierungsprojekt getroffen. Immobel sollte das Gebäude erwerben und bis 2026 renovieren bzw. umbauen. Proximus sollte dann einen Teil des Gebäudes mieten und ansonsten sollten hier Wohnungen, Geschäfte und öffentliche Flächen im Rahmen der Neugestaltung des Nordviertels entstehen.
