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Flandern: Werden die Unkosten für Laptops für Schulkinder an die Schulen weitergegeben? 

Möglicherweise müssen die Schulen in Flandern die Rechnungen für neue Laptops für Schulkinder an die Eltern weitergeben. Im Rahmen des sogenannten „Digi-Sprungs“ unter dem scheidenden flämischen Bildungsminister Ben Weyts (N-VA) bekamen die Schulen 510 € pro Schüler für den Ankauf eines Computers, doch nur wenige Tage von dem Schulbeginn nach den Sommerferien erweist sich das entsprechende Zuschussbudget als ausgeschöpft. Inwischen haben auch Eltern von schulpflichtigen Kindern in Flandern Fragen dazu, für welche Kosten sie oder die Schulen sonst noch aufkommen müssen. 

Andreas Kockartz
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Inzwischen sind auch viele der von den Schulen angekauften Laptops als verschlissen und müssten ersetzt werden. Dadurch liegt die Finanzierung theoretisch bei den Instituten, doch diese geben die Unkosten, mitunter einige hundert Euro, an die Eltern weiter.

Noch-Bildungsminister Ben Weyts von den flämischen Nationaldemokraten N-VA sagte jetzt, dass die Schulen im Land mit ihrem Budget für Laptops 4 Jahre lang auskommen müssen. Er versprach jetzt, dass in neuen flämischen Koalitionsabkommen ausreichend Geld freigemacht werde, um den „Digi-Sprung“ in Flandern Schulen weiter zu gewährleisten.

Doch vorerst müssen die Schulen selbst damit fertigwerden und dass stößt knapp eine Woche vor dem Schulanfang nach den Ferien auf Kritik.

Keine nachhaltige Bildungspolitik

Koen Vandenhoudt, ICT-Lektor für Lehrkräfteausbildung an der PXL-Hochschule in Hasselt (Prov. Limburg) und Vorsitzender der Liga der flämischen ICT-Koordinatoren für das Bildungswesen zeigte gegenüber VRT NWS kaum Verständnis für die aktuelle Lage: „Es ist schon verrückt, dass die Landesregierung in den vergangenen 5 Jahren stark darin investiert hat und jetzt sagt, ‚Investierung stoppen, Rechnungen an die Schulen schicken‘.“

Das sei keine nachhaltige Politik und das müsse man vermeiden, so Vandenhoudt: „Ich vermute, dass sie das auch vermeiden werden. Der heutige Reservefonds von 100 Mio. € muss und wird wohl vervielfältigt werden, damit die Eltern die Rechnung nicht zahlen müssen.“

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Flanderns scheidender Bildungsminister Ben Weyts

Noch mehr Kosten für die Eltern?

Eine Woche vor Schulbeginn sind viele Familien gerade dabei, ihre schulpflichtigen Kinder mit dem nötigen Material auszustatten. Doch in den Grundschulen ist der Ankauf von Basismaterial wie Kugelschreiber, Linealen oder Buntstiften nicht nötig, denn dies müssen die Schulen laut einem flämischen Landesgesetz stellen.

Doch nicht alle Schuldirektionen halten sich an diese Vorschrift, wie das Verbraucherschutzmagazin „WinWin“ von VRT NWS-Radio 2 herausfand. Sie händigen den Eltern einfach nur eine Liste des Schulmaterials aus, über das ihre Kinder verfügen müssen, wie mehrere Betroffene gegenüber Radio 2 bestätigten.

Das ist allerdings verboten. Laut der flämischen Landeskommission für Bildungsfragen übertreten Schulen, die so vorgehen, die Regeln. Die meisten Klagen, die diese Kommission behandelt, betreffen denn auch derzeit Schulunkosten für die Eltern. 

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