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Ein NH-90-Hubschrauber der Seenotrettung an der belgischen Küste

Was kostet ein Rettungseinsatz an der belgischen Nordseeküste?

Vor allem in der Sommersaison müssen die Rettungsdienste an der belgischen Nordseeküste öfter mal ausrücken, weil Badegäste die Gefahren im Wasser an den Stränden unterschätzen. Müssen verirrte Schwimmer oder sogar im Meer vermisste Personen gesucht und gerettet werden, rücken die Rettungskräfte mit Polizei, Feuerwehr und in dringenden Fällen auch mal mit dem Rettungshubschrauber oder mit Booten der Seenotrettung aus. Doch was kostet so ein Einsatz? 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Es ist kaum möglich, einen genauen Betrag auf eine breitgefächerte Rettungsaktion vor der belgischen Nordseeküste zu setzen, denn jeder Einsatz kann sich anders zeigen.

Im Falle eines 41 Jahre alten Mannes aus Aalst, der in Ostende im Meer schwimmen gegangen war und dabei vermisst wurde, rückten die Rettungskräfte mit „großem Aufgebot“ aus. An der Suche nach dem Vermissten waren 40 bis 50 Einsatzkräfte beteiligt und es wurde ein Rettungshubschrauber der Küstenwache eingesetzt.

Die belgische Küstenwache arbeitet bei Einsätzen mit 17 verschiedenen behördlichen Instanzen zusammen: Feuerwehr, Lokalpolizei, Krankenhäuser und Notärzte… Eine Stunde Arbeit einer Feuerwehreinheit werden rund 600 € aufgerufen, der Einsatz eines Krankenwagens wird mit 200 € berechnet. Ein Einsatz eines der beiden Seenotrettungsboote kostet etwa 450 € pro Stunde. Doch die Kosten für einen Einsatz eines Rettungshubschraubers vom Typ NH-90 (Standort Küstenwache Koksijde) beläuft sich auf rund 12.000 € pro Stunde…

Schicht schieben

Viele der 40 oder 50 Personen, die am Einsatz zur Suche nach dem Vermissten aus Aalst beteiligt waren, z.B. Dispatcher oder Koordinatoren, sind ohnehin im Einsatz und schieben ihre Schichten. Sie werden über ihre Gehälter bezahlt. Aber im vorliegenden Fall wurde auch die Polizei von Aalst mit herangezogen und auch die Bahnpolizei und deren Sicherheitsdienst Securail, sowie weitere Einheiten der Lokalpolizei von angrenzenden Küstengemeinden.

Wer übernimmt die Kosten?

Wichtig ist hier zu wissen, dass Personen, die mit solchen Einsätzen gesucht und geborgen werden, diese Kosten nicht selbst tragen müssen, wenn sie nicht selbst schuld an ihrer misslichen Lage sind.

Ob dies noch lange so bleibt, ist fraglich. Denn im vorliegenden Fall liegen die meisten Kosten bei der Stadt Ostende. Bürgermeister Bart Tommelein (Open VLD) ist der Ansicht, dass die Kosten für eine unnötige Rettungsaktion sehr wohl von den Verursachern beglichen werden sollten.

Der Schwimmer aus Aalst, der trotz der Tatsache, dass Schwimmen im Meer nach 18 Uhr 30, wenn die Rettungsschwimmer Feierabend haben, verboten ist, ins Wasser gegangen war, wurde wieder gefunden. Er hatte nur mit seiner Badehose bekleidet einen Zug nach Hause genommen und wurde dort Stunden später aufgesucht… 

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