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Am Großen Markt in Brüssel

Höherer Druck durch den Tourismus in Brüssel als in Barcelona?

Das deutsche Ferienportal Holidu erstellte eine Übersicht über die 2023 am häufigsten besuchten Urlaubs- und Citytrip-Bestimmungen in Europa. Darin, so meldet die Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ, steht die belgische Hauptstadt auf Rang 19, ein Platz höher als die katalanische Metropole Barcelona. Doch der regionale Brüsseler Tourismusverband visit.brussels sieht darin kein Problem.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Brüssel steht in diesem Holidu-Ranking einen Platz höher, weil hier letztes Jahr mehr Touristen pro Einwohner herkamen, als in Barcelona. Die Top 3 der europäischen Reiseziele sind Dubrovnik in Kroatien (1,14 Mio. Touristen/27 Touristen pro Einwohner), die griechische Insel Rhodos (26 Touristen pro Kopf) und die Lagunenstadt Venedig in Italien (21 Touristen pro Kopf).

Brüssel steht mit 4,5 Touristen pro Einwohner (1,2 Mio.) im vergangenen Jahr hier auf Rang 19 und begrüßte 5,6 Mio. auswärtige Gäste. Damit liegt die belgische Hauptstadt in etwa im gleichen Bereich wie die schottische Hauptstadt Edinburgh.

Der Tourismus in Brüssel boomt wieder

Jeroen Roppe vom regionalen Tourismusverband visit.brussels sagte dazu gegenüber BRUZZ: „2019 war für Brüssel ein touristisches Topjahr, wie fast überall auf der Welt. 2023 haben wir diese Zahlen wieder erreicht und auch dieses Jahr sind wir auf einem guten Weg.“

In Zeiten von Corona waren die Besucherzahlen stark zurückgegangen, so Roppe, „doch das hat sich seit dem größtenteils wieder erholt. Das kommt vor allem durch den Freizeitourismus, denn die Geschäftsreisen, traditionell wichtig für Brüssel, erholt sich weniger schnell.“

Kein "Übertourismus" in Brüssel

Roppe und visit-brussels teilen die Ansicht von Holidu nicht, nach der Reiseziele, wie die belgische Hauptstadt in der Hochsaison zu meiden seien: „Das ist hier nicht der Fall. Wir arbeiten mit visit.brussels seit Jahren an der Strategie, ‚Übertourismus‘ zuvorzukommen. Wir machen das, in dem wir die Touristen räumlich und zeitlich verteilen, um zu hohe Touristenzahlen in der historischen Innenstadt in Spitzenzeiten zu vermeiden.“

So werden zeitweise bestimmte Straßen und Plätze autofrei gemacht und der Tourismusverband bewirbt aktiv auch Stadtviertel und Sehenswürdigkeiten außerhalb des Zentrums. 

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