Der industrielle Sektor in der Brüsseler Hauptstadt-Region ruft dazu auf, den Export der hiesigen Unternehmen weiter zu fördern. Anfang der Woche wurde bekannt, dass das Budget für die Exportprämien für das laufende Jahr 2024 bereits ausgeschöpft sind. Diese Forderung richtet sich an die politischen Parteien, die gerade versuchen, eine neue Brüsseler Regionalregierung zu bilden.
Die Brüsseler Industrie fordert Unterstützung, nach dem die regionalen Exportprämien ausgeschöpft sind
Brussels Industries Synergy - eine gemeinsame Initiative der Verbände Agoria (Technologie), Embuild (Bauwirtschaft), Essenscia (Chemie en Biowissenschaft), Federgon (Human Resources) und Fevia (Lebensmittel) - ruft die Regierungsbildner und die politischen Parteien und Führungen dazu auf, eine Strategie für die Entwicklung industrieller Aktivitäten in das kommende Brüsseler Koalitionsabkommen aufzunehmen.
In einer am Dienstag veröffentlichten Pressemitteilung heißt es dazu: „Diese Strategie muss mit einem Fokus auf Export und mit der Anziehung von ausländischen Investoren Rechnung tragen. Das bedeutet unter anderem, dass ausreichend Personal und finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden, um die Unternehmen zu unterstützen und zu begleiten. Dazu gehört ein Budget für Exportsubsidien.“
Zudem müsse die Brüsseler Wirtschaft mehr an internationalen Messen, Handelsmissionen und Staatsbesuchen beteiligt werden.
Prämienbudget aufgebraucht
Anfang des Jahres hatte die scheidende Brüsseler Regionalregierung 3 Mio. € als Exportförderung freigemacht. Diese Summe entsprach mehr oder weniger den entsprechenden Budgets der vergangen Jahre. Doch die Nachfrage war in der ersten Jahreshälfte größer als erwartet - auch weil Mittel für langfristigere Projekte beantragt und gewährt wurden.
