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Weitere Verspätung beim Bau des Antwerpener Verkehrsprojekts Oosterweel-Verbindung

Die milliardenschweren Bauarbeiten zur Oosterweel-Verbindung in Antwerpen verzögern sich weiter. Bauherr Lantis und das Bauunternehmen TM Roco gehen davon aus, dass die Innenstadt-Umgehung erst gegen 2033 fertiggestellt werden kann und nicht wie zuletzt geplant im Jahr 2030.

Andreas Kockartz
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Nach Angaben des Bauherren dieses Mega-Verkehrsprojekts liegt dies an Problemen mit langwierigen Genehmigungsverfahren und auch an der Umweltverschmutzung mit dem gesundheitsgefährdenden Produkt PFAS durch die 3M-Chemiefabrik in Zwijndrecht, in deren Nähe sich eine der Baustellen befindet. 3M hatte hier unsachgemäß PFAS-verunreinigte Erde entsorgt.

„Wir sind in der Tat mit einigen Verzögerungen am rechten Schelde-Ufer durch Genehmigungen und durch die PFAS-Problematik konfrontiert worden“, so Gert Osselaer von Lantis gegenüber  VRT NWS: „Das sind einige Dinge, die wir nicht ganz selbst in der Hand hatten, die aber für eine Verspätung sorgten. Jetzt gehen wir davon aus, dass wir Ende 2033 eröffnen können.“ 

Der neue Schelde-Tunnel wird früher fertig

Lantis geht aber davon aus, dass der Bau des neuen Schelde-Tunnels und des damit zusammenhängenden Oosterweel-Autobahnkreuzes für den Straßenverkehr wie geplant 2030 fertig wird. Damit hätte Antwerpen eine weitere Verbindung für den Autoverkehr und für Radfahrer zwischen den beiden Ufern des Flusses.

Die Oosterweel-Verbindung ist eines der größten Infrastrukturprojekte Europas. Sie soll den Ring um Antwerpen schließen und den Frachtverkehr des Hafens und den Durchgangsverkehr in die richtigen Bahnen leiten, sprich aus der Umgebung der Innenstadt verbannen. Im März 2023 wurde bekannt, dass sich die Gesamtkosten für den Bau auf 6,7 Mia. € verdoppelt haben. Damals meldete der staatliche belgische Rechnungshof Bedenken an und die flämische Landesregierung musste finanziell einspringen… 

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