In Belgien sind derzeit (Stand 20. August 2024) 874 Fälle der Blauzungenkrankheit in landwirtschaftlichen Unternehmen mit Rindern oder Schafen bekannt. Dies teilte die belgische Bundesagentur für Lebensmittelsicherheit FAVV mit. In der vergangenen Woche waren noch knapp 500 Blauzungenfälle in unserem Land bekannt. In Flandern wird inzwischen die Wirksamkeit von Impfstoffen gegen Blauzunge überprüft.
Neben Schafen und Rindern sollen aber auch Infektionen bei einigen Ziegen und sogar bei Alpakas bekannt sein. Doch vor allem Schafe sind nach einer Virusübertragung (zumeist durch afrikanische Stechmücken) gefährdet. Sie können daran sterben.
Für Menschen ist Blauzunge nicht gefährlich, unterstreicht die FAVV. Hier geht man davon aus, dass die Zahl der Ansteckungen noch bis in den Herbst hinein, also bis September und Oktober steigen wird. Ab dann sterben die übertragenden Mücken und dann sinken die Infektionszahlen wieder.
Flämische Schafzüchter prüfen die Wirksamkeit von Impfstoffen
Schafzüchter aus Flandern wollen jetzt die Wirksamkeit von Impfstoffen gegen Blauzunge überprüfen lassen. Die FAVV schlägt vor, gefährdete Herden präventiv zu impfen, doch die Züchter müssen zu ihrem Leidwesen selbst für die Finanzierung aufkommen.
Doch bevor sich die Züchter auf diese Investitionen einlassen, wollen sie wissen, ob die entsprechenden Impfstoffe überhaupt etwas taugen. Deshalb überprüft eine Kommission im Auftrag des Verbandes der flämischen Schafzüchter jetzt die Wirksamkeit der am Markt angebotenen Impfstoffe.
