An der diesjährigen Gamescom in Köln, der weltgrößten Messe für Videospiele überhaupt, nimmt Belgien mit der bisher umfangreichsten Delegation teil. Nicht weniger als 49 belgische Unternehmen aus dieser Branche zeigen dort ab Mittwoch bis Sonntag ihre neuesten Games und Entwicklungen. Das belgische Bundesland Flandern ist dort mit 19 Firmen vertreten.
Große Aussteller-Delegation aus Belgien bei der diesjährigen Gamescom
Insgesamt werden an der Gamescom in den Kölner Messehallen rund 1.400 Aussteller und Unternehmen teilnehmen. Dort wird es im Rahmenprogramm zum Thema Games fünf Tage lang Konferenzen, Vorstellungen und Treffen zwischen Herstellern und Konsumenten kommen.
Rund 140 Weltpremieren werden in Köln präsentiert und viele davon kommen von den Marktführern. Allerdings steht der digitale Spielesektor vor Problemen, denn zahlreiche Entwicklungsstudios machen dicht und auch die großen Mitspieler entlassen gerade Personal.
Hohe steuerliche Belastung
Dies ist auch in Belgien festzustellen, denn hier fordert z.B. der flämische Sektorverband FLEGA Steuerentlastungen für Entwickler von Videospielen. Laut FLEGA entstehen in diesem Sektor in unserem Land viele neue Unternehmen, doch wenn sie Erfolg haben, ziehen sie in andere Länder um, wo sie auf fiskaler Ebene bessergestellt sind.
FLEGA meldet, dass im vergangenen Jahr in Flandern 113 Games-Unternehmen gemeldet waren. 2022 lag die Zahl dieser Unternehmen in Flandern bei 90. 2023 sorgten die flämischen Unternehmen aus diesem Sektor für einen Umsatz von 58,7 Mio. € und sorgten dabei für 565 Arbeitsplätze.
Talentpool in Flandern
Dies gelte es, zu beachten: „Trotz eines Talentpools in Flandern und einem echten Wirtschaftsfaktor werden die Unternehmen in ihrem Wachstum durch eine gnadenlose Steuerpolitik ausgebremst.“
FLEGA schlägt einen „Taxbreak“ für den Sektor ähnlich denen in Frankreich und England vor: „Dort werden Steuerrabatte, die den Games-Unternehmen gewährt werden, in zusätzliche Investitionen umgewandelt.“
