6 Verdächtige aus den Niederlanden, die vor einiger Zeit unter dem Verdacht, Belgiens ehemaligen Justizminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD, Foto) entführen zu wollen, festgenommen wurden, werden nicht weiter gerichtlich verfolgt. Nach Ansicht der Ermittler liegen keine konkreten Beweise dafür vor, dass sie den liberalen Politiker tatsächlich entführen wollten.
Ex-Minister Van Quickenborne: Keine Beweise für einen Entführungsversuch - Ermittlungen eingestellt
Im September 2022 mussten der damalige belgische Justizminister Vincent Van Quickenborne von den flämischen Liberalen Open VLD und dessen Familie untertauchen, weil eine Bedrohungslage vorlag, die möglicherweise aus der Drogenszene kam.
Damals wurde die Familie des Politikers in einem Safehouse untergebracht. Grund für diese Aktion war ein Auto mit niederländischem Kennzeichen, dass in der Nähe von Van Quickenbornes Haus in Kortrijk (Westflandern) entdeckt wurde. Darin fand die Polizei Waffen und Handfesseln aus Plastik.
Rasch wurde eine Verbindung mit der niederländischen Drogenmaffia gelegt. Kurz zuvor hatte der ehemalige Justizminister den Drogenschmugglern aus dem Nachbarland noch den Kampf angesagt. Die belgische Justiz kam im Zuge der Ermittlungen 6 Personen mit niederländischer Staatsangehörigkeit auf die Spur.
Doch nach 2 Jahren Untersuchung konnte die Bundesstaatsanwaltschaft in Brüssel keine konkreten Beweise für einen Entführungsversuch vorlegen und beschloss, die Ermittlungen gegen die Verdächtigen einzustellen. Es wird gegen die Betroffenen allerdings weiter wegen unerlaubten Besitz von Waffen und wegen der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung ermittelt.
Van Quickenbornes Anwalt hingegen ist mit der Entscheidung, im Falle der mutmaßlichen Entführung nicht mehr zu ermitteln, nicht einverstanden und fordert weitere Ermittlungen.
