In Belgien ist offiziell der Startschuss für die diesjährige Birnenernte gegeben worden. Der flämische Bauernbund hatte dazu Belgiens scheidenden Landwirtschaftsminister David Clarinval (MR) zu einer kleinen Zeremonie in Halen in der Provinz Limburg eingeladen.
Die Birnenernte ist angelaufen: “Weniger Birnen, bessere Qualität“
In den kommenden Wochen werden belgienweit bis zu 279 Mio. Kilo Birnen geerntet. Ein Großteil dieser Birnen geht in den Export und auch aus diesem Grunde sei es wichtig, dass die Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Züchter aufrechterhalten bleibe, hieß es beim Saisonstart in Halen.
Mit Blick auf die Politik sagte Lode Ceyssens, der Vorsitzende des Bauernbundes, dass die Tatsache, dass die scheidende Bundesregierung die Dauer der Arbeitserlaubnis für Saisonarbeiter aus dem Ausland von 65 auf jetzt 100 Tage angehoben wurde, sehr positiv sei. Doch auch dieser Sektor brauche in Zukunft mehr Flexijobs.
Geringere Ausbeute erwartet
Die Birnenernte wird durch das Wetter der vergangenen Monate (später Nachtfrost, Hagel, Trockenheit, viel Regen) in diesem Jahr bis zu 26 % geringer ausfallen, so der Sektor. Aber, die Birnen seien von besserer Qualität und auch dicker, denn weniger Blüten an den Bäumen hätten denen, die die Wetterkapriolen überlebt hätten, mehr Platz geboten, so die Züchter.
In erster Linie haben die Züchter auf die Conference-Birne gesetzt - ein Exportschlager. Die Felder, auf denen Durondau-Birnen angebaut werden, blieben in vielen Fällen leer… Lode Ceyssens sagte auch, dass die Birnenernte in unserem Land inzwischen vollkommen klimaneutral erfolge. Dies bestätigt nicht zuletzt eine Studie der Katholischen Universität Löwen (KU Leuven).
