Die Gefängnisse im Land wollen schon bald neue Scanner einsetzen, um Handys und Smartphones besser aufspüren zu können. Das berichtet die Zeitung De Standaard in ihrer Freitagsausgabe. 2023 wurden Hunderte von Mobiltelefonen in Gefängnissen gefunden.
In belgischen Haftanstalten wird in Zukunft mit Scannern nach illegalen Handys gesucht
Letztes Jahr wurden rund 340 Mobilfunkgeräte unter den Häftlingen gefunden. Sie wurden meist über die Gefängnismauern geworfen oder durch Besucher in die Anstalten geschmuggelt. Ersteres schien in den letzten Monaten besonders im Gefängnis von Antwerpen ein Problem zu sein. Erst Anfang dieses Monats wurden dort vier Personen festgenommen, weil sie versucht hatten, Pakete über die Gefängnismauern zu werfen.
Einige der Geräte sind sehr klein (Foto) oder bestehen aus Kunststoffen, die von den bisherigen Metalldetektoren nicht erkannt werden. Neue Scanner sollen nun auch diese Handys und Smartphones aufspüren.
Zunächst wollen die Gefängnisse im Land sechs solcher Scanner anschaffen. Im nächsten Jahr werden normalerweise weitere 16 Scanner hinzukommen. Letztendlich sollte jedes Gefängnis über einen solchen Scanner verfügen.
Mobiltelefone und Smartphones in unseren Gefängnissen sind also sicherlich keine Ausnahme. Das haben wir auch schon von mehreren Juristen gehört. „Vor ein paar Jahren habe ich zu Neujahr mehr Wünsche aus dem Gefängnis geschickt bekommen als von meinen Freunden“, sagte zum Beispiel Rechtsanwalt Walter Damen vor ein paar Monaten.
